Auf den Weg machen

Nachhaltigkeit in Herzogsägmühle: Diakoniepräsident zu Besuch

Diakoniepräsident Lilie Gärtnerei Herzogsägmühle
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Weiterer stellvertretender Bezirkstagspräsident Michael Asam, Herzogsägmühle-Geschäftsführer Hans Rock (v. links), Bürgermeister Peter Ostenrieder, Vize-Landrat Wolfgang Taffertshofer und Land­rätin Andrea Jochner-Weiß (v. rechts) empfingen Präsident der Diakonie Deutschland Ulrich Lilie (3. v. links).
  • VonRasso Schorer
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Herzogsägmühle – Rund 31.600 Einrichtungen zählt die Diakonie Deutschland, acht davon besucht ihr Präsident Deutschland, Pfarrer Ulrich Lilie, im Zuge seiner Sommerreise. Deren Motto: „Soziale Arbeit, gutes Klima! Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Diakonie.“ Herzogsägmühle sei da ein lohnendes Ziel, befand er am Dienstag.

Bei engagierten Vorreiter auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit wollte sich Lilie umschauen. Bei solchen, die zahlreiche Aspekte von Nachhaltigkeit beleuchten – zum Beispiel durch klimaeffizientes Bauen, Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, nachhaltige Berufskleidung, Gemeinwohlökonomie oder den Erhalt der Artenvielfalt auf den Grünflächen.

Denn mit Blick auf die UN-Nachhaltigkeitsziele setze sich die Diakonie für eine umfassende sozial-ökologische Transformation ein, so Lilie. Allerdings biete die Logik der Refinanzierung in der sozialen Arbeit wenig Spielräume, um in Nachhaltigkeit ambitioniert zu investieren. Dies bedeute gerade beim Klimaschutz ein großes verschenktes Potenzial. Nachhaltigkeit als Anforderung solle Eingang in die Sozialgesetzbücher finden, befand Lilie. Es gelte, einen Rahmen und Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen. „Die Erde wartet nicht darauf, dass uns Menschen etwas einfällt.“ Die ökologische und soziale Transformation seien miteinander eng verwoben. Mit diesem Bewusstsein lasse sich eine neue Qualität schaffen. „Es geht nicht um eine griesgrämige Verzichtsgeschichte, sondern um einen neuen Gewinn.“

Herzogsägmühle diene da als gutes Beispiel. Die Diakonie Deutschland mit ihrer ganzen Größe wolle deshalb nicht nur auf politische Entscheidungen warten, sondern auch selbst vorangehen.

Das sah auch Herzogsägmühle-Geschäftsführer Hans Rock so. Beispiele in Herzogsägmühle, das sich dem Thema der Gemeinwohlökonomie verschrieben hat, gebe es viele, sagte Rock und zählte unter anderem auf: Die Fahrzeugflotte werde Schritt für Schritt auf E-Mobilität umgestellt (acht Autos in diesem Jahr), eine Pendler-App sorge für weniger Leerfahrten, die Heizenergie pro Quadratmeter Wohnfläche sei um ein Drittel reduziert worden und nicht zuletzt die Gärtnerei. Diese versorgt Herzogsägmühle sowie viele Kunden in den Region. Die Politik müsse Weichen stellen, „gleichzeitig wollen wir uns selbst auf den Weg machen“, so Rock.

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