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Nächste Etappe der Netto-Erweiterung in Altenstadt

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Von: Rasso Schorer

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Netto Altenstadt größer
Der Netto-Markt in Altenstadt soll größer werden. © Schorer

Altenstadt – Wie im Oktober berichtet, möchte der Netto-Markt in Altenstadt seine Verkaufsfläche von 790 auf 1.200 Quadratmeter vergrößern und das bestehende Gebäude maßgeblich in südlicher Richtung erweitern. 

Der Gemeinderat hat sich damit auf Grundlage der 2. Änderung des Bebauungsplans „An der Südlichen Keltenstraße“ befasst. Im Rahmen der Beteiligung der Behörden und der Träger öffentlicher Belange gaben 13 Adressaten keine Stellungnahme ab, ebenso viele zeigten ihr Einverständnis an. Von den verbleibenden Empfängern hatten fünf Hinweise und Anregungen vorgetragen beziehungsweise Forderungen erhoben, die berücksichtigt werden sollen.

Hierzu gehörten allgemeingültige Hinweise der Kreisbrandinspektion sowie fachliche Hinweise und ein Kabellageplan der Vodafone GmbH. Auch von Seiten der LEW war ein aktueller Kabellageplan sowie ein Merkblatt zum Schutz erdverlegter Kabel eingegangen.

Neun Stellungnahmen beinhalteten neben dem grundsätzlichen Einverständnis Anregungen und Forderungen, die einer näheren Behandlung bedurften. Das Sachgebiet Raumordnung, Landes- und Regionalplanung bei der Regierung von Oberbayern stellte fest, dass die Verkaufsflächenerweiterung die zulässige Obergrenze nicht überschreitet und empfahl weitere Querungshilfen entlang der Schongauer Straße.

Das Sachgebiet „Städtebau“ beim Landratsamt hob hervor, dass einer Erhöhung der Größe der Grundfläche der baulichen Anlagen im Verhältnis zur Größe des Baugrundstücks (GRZ) von 0,8 auf 0,85 nicht zugestimmt werden könne; mindestens 20 Prozent der Fläche würden für Niederschlagswasserbeseitigung und eine ausreichende Begrünung benötigt. Dem wurde entgegen gehalten, dass unter anderem die festgesetzte geringfügige Überschreitung aufgrund der gegebenen besonderen Bestandssituation im Hinblick auf den Erhalt einer situativ-bedarfsgerechten Planungskonzeption sowie zur Umsetzung der geplanten und Bebauungs- und Nutzungssituation zwingend erforderlich sei. Hierbei wurde auch die Sicherstellung der Daseinsversorgung sowie die Stärkung der Innenentwicklung angeführt.

Auch auf die Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes zu Grundwasser, Altlasten und Bodenschutz, Wasserver- sowie Abwasserentsorgung wurde mit einer über fünfseitigen Darstellung des Sachverhalts als auch einem Behandlungsvorschlag eingegangen.

14 Mal hatten bis dahin die Gemeinderäte einstimmig den von Bürgermeister Andreas Kögl verlesenen Beschlussvorschlägen basierend auf den Hinweisen des beauftragten Landschaftsarchitekten und Städteplaners Martin Eberle aus Mindelheim zugestimmt. Bei den zwei Beschlussvorschlägen der Sachgebiete „Fachlicher Naturschutz …“ als auch „Städtebau“ gab es jeweils eine Gegenstimme. Da bei der Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung keine Stellungnahmen eingegangen waren, verlief auch die 17. und letzte Abstimmung zur 2. Änderung des Bebauungsplans einstimmig.

Letztendlich billigte der Gemeinderat ebenso einstimmig den Entwurf der vorliegenden 2. Änderung in der am 2. August vorliegenden Fassung und den bei der Sitzung beschlossenen (geringfügigen) Änderungen sowie redaktionellen Anpassungen und Fortschreibungen.

Fernerhin wurde erneut einstimmig die durch das Gremium gefasste Satzung beschlossen. Nun obliegt es der Verwaltung, die erforderlichen Änderungen durchzuführen, die Endfassungen der Planunterlagen anzufertigen und diese bekannt zu machen.

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