Grüner Ortsverband vor Gründung

Neue Farbe für Peitings Politik

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Hans Schütz (re.) und Thomas Elste (li.) hatten eingeladen zu einem ersten Sondierungsgespräch. Diesem soll nun eine Gründungsversammlung folgen.

Peiting – „Braucht Peiting grüne oder alternative Gemeinderäte?“ Diese Frage hatten Thomas Elste und Hans Schütz über die kleine Veranstaltung gestellt, die am vergangenen Sonntag im Gasthof Buchberger stattfand. Die Mehrheit der Anwesenden meinte: ja.

Es sei an der Zeit, konstatierte Hans Schütz, etwas auf die Beine zu stellen. Demokratie lebe vom Mitmachen, so der Peitinger, der bereits für die Partei „Die Grünen“ im Kreistag sitzt. Und es sei immer gut, wenn sich was tue auf politischer Ebene Statt Leserbriefe zu schreiben brauche es das Engagement der Menschen. Die Grünen seien in der Mitte der Gesellschaft angekommen, so Schütz, der zu dem Treffen geladen hatte, dem rund 20 Bürger, darunter aber auch Vertreter der Linken und der CSU, gefolgt waren. 

Mit etwa 15 Prozent bei den jüngsten Wahlen repräsentieren die Grünen einen erheblichen Teil der Bevölkerung, so Schütz weiter. Und auch ein Teil der Bevölkerung Peitings wünsche sich diese Vertretung, folgerte der Kreisrat. Dafür hatte der Buchautor und Pädagoge den Klimaforscher und lokalen Bund Naturschutz-Vorstand Thomas Elste gewinnen können. 

Elste ist seit zwölf Jahren im Bund Naturschutz, aus seiner Arbeit am Hohenpeißenberg ergäben sich zwangsläufig grüne Themen, so Elste bei der Vorstellung. Neben Peter Ostenrieder von der CSU konnten Elste und Schütz auch das Ehepaar Schachner von den Linken und interessierte Bürger begrüßen, die bereit wären, sich politisch zu engagieren. Dabei ist ging es zunächst darum, wie dieses Engagement aussehen könnte, ob als alternative, also ungebundene politische Liste. Oder als Ortsverband der Grünen, der auf die Unterstützung der Partei zählen könnte. 

In seinem Plädoyer machte Schütz deutlich, dass er für die Grünen tendiere, insbesondere man eben deren Strukturen nutzen könne. Er persönlich wolle sich allerdings nicht mehr lokal engagieren, sei durch seine Arbeit als Kreisrat bereits beansprucht. Mit der nun angedachten Gründung einer Grünen Liste – geplant ist sie für Mitte März – wird es zunächst drei Posten geben, den des Vorsitzenden, des Schriftführers und des Kassiers respektive ihrer weiblichen Pendants, wie die anwesenden Bürgerinnen deutlich machten. 

Danach müssen ein oder mehrere Kandidaten für die Gemeinderatswahlen aufgestellt werden. Aktuell sind im Peitinger Gemeinderat 24 Mitglieder von SPD, CSU und der Bürgervereinigung Peiting vertreten. gau

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