Aus dem Gemeinderat

Neue Friedhofssatzung für Hohenfurch

Dort, wo noch vor wenigen Wochen Baufahrzeuge und tiefe Erdaushübe die Szenerie dominierten, befindet sich jetzt ein mit Granitsteinen gepflasterter neuer Weg.
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Dort, wo noch vor wenigen Wochen Baufahrzeuge und tiefe Erdaushübe die Szenerie dominierten, befindet sich jetzt ein mit Granitsteinen gepflasterter neuer Weg.

Hohenfurch – Wie viele Kieselsteine dürfen in Hohenfurch auf ein Grab? Der Erlass einer Satzung zur Änderung der Friedhofssatzung war Thema bei der örtlichen Gemeinderatssitzung. Bürgermeister Guntram Vogelsgesang berichtete, dass das Gremium sich bereits einen Monat zuvor in nichtöffentlicher Sitzung mit der Thematik befasst habe. 

Er erläuterte, dass in der bestehenden Satzung die komplette Abdeckung des Grabes mit Grababdeckplatten untersagt sei. Auch die Verwendung von Kieselsteinen oder ähnlichen Steinen sei zur Bedeckung auf nicht mehr als zwei Dritteln der Grabfläche erlaubt. Nachdem bei einigen Hinterbliebenen, die dies nicht beachtet hatten, der Hinweis auf den Satzungsverstoß und die damit verbundene Bitte, dies bei der Grabgestaltung zu berücksichtigen auch nach Ablauf eines Jahres keine Beachtung fand, hatte die Gemeinde die insgesamt zwölf Personen im zurückliegenden Sommer nochmals angeschrieben.

Mehrere der daraufhin ergangenen Rückmeldungen hätten bei der Gemeindeverwaltung zu der Erkenntnis geführt, dass „bei einer ganzen Reihe von Gräbern der Belag mit Kieselsteinen durchaus durchdacht ist“ und einen tieferen Sinn habe, so der Bürgermeister. Auch wenn er sich besorgt zeigte, dass dies bei einzelnen Gräbern möglicherweise zu unerwünschten Effekten führen werde, wolle er den Satz zur eingeschränkten Verwendung von Kieselsteinen ersatzlos streichen.

Des Weiteren soll künftig die erforderliche Grabtiefe nicht mehr wie bisher von der Erdoberfläche bis zur Oberkante des Sarges, sondern bis zu dessen Unterkante gemessen werden. Auch in der seinerzeit für diesen Passus herangezogenen Mustersatzung des Bayrischen Gemeindetages werde dies angepasst. Der Gemeinderat stimmte den Änderungen einvernehmlich zu.

Anschließend konnte Guntram Vogelsgesang noch darüber berichten, dass die im September forcierten Pflasterarbeiten am Friedhof (wir berichteten) inzwischen abgeschlossen sind. Einzelne kritische Stimmen, dass Steine ungerade verlegt worden seien, hätten sich bei einem Test mit Rollator und Rollstuhl nicht bestätigt. Lediglich für den Bereich um den Brunnen, der sich vor dem Friedhof bei den ebenfalls frisch gepflasterten Parkplätzen befindet, bestehe diesbezüglich noch Handlungsbedarf.

Manfred Ellenberger

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