Aus Frankreich geliefert: Instrument rundet Orchestermusik ab

Auf die neue Pauke hauen

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Der Schlagwerker und das neue Instrument: Robert Kassebaum an den beiden Pauken.

Schongau – Einen „himmelweiten Unterschied“ im Klang hat Schlagwerker Robert Kassebaum da ausgemacht: Er vergleicht die zwei neuen Pauken, die „einen voluminösen Klang“ haben, mit dem eher blechernen, dumpfen Ton des bisherigen, zirka 80 Jahre alten Instrumentes. Der Einsatz der neuen Pauken, die von einem französischen Hersteller aus Toulouse stammen, soll vielen Orchestermessen in der barocken Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt einen besonderen Glanz verleihen.

Die Pauken mit ihren Kupferkesseln sind unterschiedlich groß. Die größere hat oben einen Durchmesser von 29 Zoll, die kleinere misst 26 Zoll, was mit einem Fahrradreifen vergleichbar ist. Die Instrumente, die zusammen 44 Kilogramm wiegen, sind gut zu transportieren, weil die Füße einfahrbar sind. Das Feinstimmen ist am Kessel und am Pedal möglich, erklärt Robert Kassebaum (52), der inzwischen seit 38 Jahren das Schlagwerk spielt.

Finanziert werden die neuen Instrumente durch Spenden aus der monatlichen „Musik zum Tagesausklang“ mit dem Schongauer Kirchenmusiker Andreas Wiesmann. Die zwei Pauken kosten 4 200 Euro. Zu hören ist das Instrument, das mit einem Fell aus Kunststoff bezogen ist, beim Patrozinium am Samstag, 15. August, in der „Spatzenmesse“ von Mozart. Noch mehr zur Geltung kommt es freilich, wenn die „Paukenmesse“ von Joseph Haydn bei der „Musik zum Tagesausklang“ im November dargeboten wird. In diesem 1796 komponierten Werk nimmt Haydn Bezug auf die vor Wien anrückenden Truppen Napoleons, was durch ein Paukensolo im „Agnus Dei“ zum Ausdruck gelangt.

Von Johannes Jais

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