Neue Pläne für Sauna-Erweiterung im Plantsch

Mehr Raum zum Entspannen

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Die Erweiterung der Sauna im Plantsch soll in zwei Bauabschnitten durchgeführt werden. 

Schongau – Die Sauna im Schongauer Plantsch ist beliebt bei den Badegästen – so beliebt, dass die Wellness-Oase im kommenden Jahr erweitert werden soll . Ganz neu ist das Vorhaben nicht.

Schon vor einem Jahr hatte Plantsch-Vorstand Andreas Kosian dem Schongauer Stadtrat Pläne für eine Erweiterung vorgelegt. Das Gremium gab grünes Licht, doch aus dem für dieses Jahr geplanten Ausbau wurde nichts. Der nicht genehmigte Haushalt machte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Jetzt soll die Erweiterung 2013 endlich in Angriff genommen werden – allerdings mit einem gänzlich neuen Konzept. 

Für Ulrich Knecht hat die Verzögerung etwas Gutes. Denn dadurch habe man die Gelegenheit gehabt, die Pläne noch einmal zu überdenken, sagte der Stadtbaumeister in der Bauausschusssitzung am  Dienstag. Schließlich müsse die Planung zukunftsfähig sein. Das war auch der Grund dafür, dass die Stadt im April einen Fachmann einschaltete, der gemeinsam mit dem Schongauer Architekten Christian Gößwald Vorschläge für die Erweiterung der Sauna liefern sollte. Man habe dabei bewusst keine Denkverbote erteilt, erklärte Knecht. Herausgekommen seien verschiedene Entwürfe, die man letztendlich auf eine finanziell machbare Variante eingedampft habe. 

Und die unterscheidet sich zum Teil erheblich von den ursprünglichen Plänen: Statt im bisherigen Saunagarten soll die Erweiterung nun im Einfahrtsbereich entstehen. Sie sieht einen eigenen Eingang sowie separate Umkleiden vor. Zudem sollen die Stellplätze entlang der Zufahrtsstraße weiter nach rechts verlegt werden, wodurch links Platz für einen eigenen Fußweg entsteht. Der neben dem Bad beheimatete Tennisverein hat bereits signalisiert, die dafür notwendigen Flächen verkaufen zu wollen. Unverändert bleibt dagegen die Ausstattung: Finnische Sauna, Massage-Räume, 40 zusätzliche Liegen, Salzgrotte und Schwimmteich sollen künftig zusätzliche Saunagäste locken. 

So schön das Vorhaben klingt, alles auf einmal sei allerdings für die Stadt derzeit finanziell nicht zu schultern, weiß der Stadtbaumeister. Die Erweiterung soll deshalb auf zwei Bauabschnitte verteilt werden. Umkleiden und separater Eingang würden vorerst ausgeklammert und könnten erst in ein paar Jahren verwirklicht werden, wenn sich die Besucherzahlen wie erwartet entwickelt hätten, erläuterte Knecht. Einziger Wermutstropfen: Die Besucher müssten bis dahin vom bestehenden Gebäude durchs Freie, um in den neuen Bereich zu gelangen.

Doch auch in der reduzierten Form wird das Projekt teurer als bislang prognostiziert. Rund 850000 Euro hatte die Stadt bislang im Haushalt eingeplant.  Für den ersten Bauabschnitt rechnet Knecht mit Kosten von 1,15 Millionen Euro – inklusive Preissteigerungen und der neuen Zufahrt. Doch auch die alte Planung käme nach aktuellem Stand mit 1,024 Millionen Euro deutlich teurer, gab der Stadtbaumeister zu bedenken.

Andreas Kosian warb eindringlich für die neue Variante. „Die Sauna ist seit Jahren an der Kapazitätsgrenze. Es wäre ein fataler Fehler, wenn wir die Chance nicht nutzen, die sich  durch das Tennisplatz-Grundstück ergeben hat.“ Auf der wirtschaftlichen Seite sieht der Plantsch-Vorstand angesichts der Mehrkosten keine Probleme auf die Stadt zukommen. „Bislang haben wir mit einem Euro Eintrittpreiserhöhung bei 24 Prozent mehr Besuchern gerechnet. Jetzt bräuchten wir 1,50 Euro. Das ist absolut zumutbar.“ Auch dann sei man noch günstiger als viele Wettbewerber.

Im Bauausschuss trafen die neuen Pläne abgesehen von einigen Nachfragen auf breite Zustimmung. Endgültig fällt die Entscheidung voraussichtlich in der nächsten Stadtratssitzung. Christoph Peters

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