Schild nur für ein Jahr

Befristete Ausnahme für Post-Schild

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Ab 19. November ist die Postfiliale in der Münzstraße 27 zu finden, darauf weist momentan ein Schild im Eingang hin.

Schongau – Dass die Post nach dem Aus der Filiale in der Christophstraße im „Heim&Hobby“ in der Münzstraße ein neues Zuhause gefunden hat, war vergangene Woche die gute Nachricht schlechthin (wir berichteten). Nicht ganz so erfreut waren einige Mitglieder des Bauausschusses über die Anbringung eines Werbe-Auslegers an besagtem Gebäude. Der entspricht nämlich so ganz und gar nicht der Werbesatzung.

Es ist das übliche Leuchtschild, das an allen Postfilialen aufgehängt wird, welches künftig auch die Fassade des „Heim&Hobby“-Ladens als solche ausweisen soll. Mit einer Größe von 66 auf 46 Zentimetern liegt es auch innerhalb der vorgegebenen Grenzen der Werbesatzung. Da der Ausleger allerdings nicht in handwerklicher oder künstlerischer Ausführung gefertigt ist und das Objekt außerdem selbstleuchtend und nicht angeleuchtet ist, wäre somit eine Abweichung von der Werbesatzung erforderlich.

Doch das ging einigen Mitgliedern des Bauausschusses mächtig gegen den Strich. „Wann fangen wir an, diese historische Straße auch historisch zu gestalten?“, fragte etwa Ilona Böse (SPD), die schon lange für die strengere Umsetzung der Werbesatzung plädiert. Wenn die Stadt so weiter mache, könne man die Satzung bald in die Tonne treten, so Böse. „Wenn es nicht der Satzung entspricht, sollte es gleich abgelehnt werden“, befand auch Helmut Hunger (CSU).

Bürgermeister Falk Sluyterman gab zu bedenken, dass die Postfiliale auf einen gewissen Wiedererkennungswert angewiesen sei, woraufhin Hunger eine befristete Genehmigung vorschlug. Dem konnte auch Nina Konstantin (ALS) einiges abgewinnen: „Sie können es ja ein halbes Jahr aufhängen, dann müssen sie sich was anderes überlegen.“

Ein halbes Jahr erschien Bürgermeister Falk Sluyterman dann noch recht kurz. Das Gremium einigte sich darauf, dass der Ausleger für ein Jahr – befristet bis zum 31. Oktober 2020 – angebracht werden darf. „Wir müssen jetzt alles dafür tun, dass die Filiale wahrgenommen wird“, befand das Stadtoberhaupt. In einem Jahr könne dann ja vielleicht etwas anderes dort den Platz einnehmen.

Status Quo bleibt

Beim Thema Parken vor der künftigen Postfiliale bleibt nun vorerst alles beim alten. Sluyterman schlug vor, erst einmal zu sehen, ob es funktioniert. Mit dem Beschränken von Anwohnerparkplätzen hat der Rathauschef in letzter Zeit keine guten Erfahrungen gemacht. Als der Bauausschuss das vor wenigen Wochen für den Lindenplatz beschloss (der Kreisbote berichtete), habe das zu einigem Unmut geführt, so Sluyterman. Die derzeitige Beschränkung zweier Parkplätze in der Christophstraße wird nun hingegen wieder aufgehoben. 

Astrid Neumann

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