LED-Variante soll bisheriges Modell ablösen

Neue Weihnachtsbeleuchtung für Schongau

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Wird durch ein neueres Modell abgelöst: Die Schongauer Weihnachtsbeleuchtung.

Schongau – Sie hatte für mächtig Wirbel gesorgt und Schongau bayernweit Schlagzeilen beschert – allerdings keine positiven. Letztendlich hing die Weihnachtsbeleuchtung dann doch wie gewohnt über den Straßen der Altstadt. Doch obwohl sie tadellos funktionierte, dürfte es ihr vorerst letzter Auftritt gewesen sein. Noch im alten Jahr hat der Bauausschuss den Weg für ein moderneres Nachfolgemodell mit LED-Leuchten freigemacht.

Als im November bekannt wurde, dass Schongaus Altstadt in diesem Advent womöglich dunkel bleibe, weil die Weihnachtsbeleuchtung aufgrund ihres Alters nicht mehr einsatzfähig sei, griffen selbst Radiosender die Nachricht auf und verbreiteten sie im ganzen Freistaat. So erreichte sie auch die Stadt Cham. 

Die Oberpfälzer hatten gerade ihre Weihnachtsbeleuchtung gegen ein größeres Modell ausgetauscht und deshalb ein Exemplar übrig, was sie nun der Stadt Schongau zum Kauf anboten. 

Dort allerdings kristallisierte sich bereits heraus, dass die vorhandene Weihnachtsbeleuchtung durchaus noch verwendbar war, weshalb man auf den Erwerb vorerst verzichtete. In der letzten Bauausschusssitzung vor Weihnachten aber landete das Thema trotz der mittlerweile hängenden eigenen Girlanden auf der Tagesordnung. 

Zu „interessant“ sei das Angebot, befand Bürgermeister Falk Sluyterman, als dass man darüber nicht noch einmal sprechen müsse. Tatsächlich führte Stadtbaumeister Ulrich Knecht gute Gründe ins Feld, warum es sich für die Stadt lohne, in die angebotene Anlage zu investieren. 

Da war zum Einen die Technik. Während die Schongauer Beleuchtung noch mit alten Glühlampen funktioniere, setze das Chamer Modell bereits auf LED-Leuchten, die deutlich weniger Energie verbrauchen, erklärte Knecht. Allein die vorhandene Beleuch-tung auf die moderne LED-Variante umzurüsten, koste rund 8000 Euro und damit mehr als Cham als Kaufpreis verlange, wies er hin. „Da liegen wir zwischen 6000 und 7000 Euro.“ 

Mit 565 Meter seien beide zudem in etwa gleich lang. Um nicht „die Katze im Sack“ zu kaufen, kündigte Knecht an, einen Elektriker mit der Prüfung der angebotenen Beleuchtung zu beauftragen, sollte sich das Gremium für den Erwerb entscheiden. 

Bettina Buresch (ALS) zeigte sich dennoch skeptisch, fürchtete angesichts des Zeitpunkts einen zu hohen Preis. „Wir sollten lieber im Sommer schauen als kurz vor Weihnachten.“ Dem hielt der Stadtbaumeister allerdings entgegen, dass eine neue Anlage mit rund 30000 Euro zu Buche schlage. „So günstig kommen wir da nicht mehr dran.“ 

Das focht Siegfried Müller jedoch nicht an. „Wir haben eine, die voll funktioniert. Da brauchen wir keine neue“, fand der ALS-Stadtrat. Diese Überlegung bereitete auch Ilona Böse (SPD) Kopfzerbrechen. „Mir fehlen Zahlen, wie sich das mit dem Verbrauch verhält“, sagte sie. 

Doch da konnte Michael Hunger aushelfen. Der CSU-Stadtrat rechnete vor, dass bei der alten Technik in den nächsten fünf Jahren rund 15000 Euro an Stromkosten anfallen würden. „Das amortisiert sich mit LED locker.“ 

Keine Antwort gab es allerdings auf die Frage, wer in Zukunft für das Aufhängen der Lichterketten verantwortlich zeichnet. „Bis jetzt hat es leider kein klärendes Gespräch mit der Werbegemeinschaft und LKG gegeben“, berichtete Sluyterman. Ein entsprechendes Angebot seinerseits habe man mit Verweis auf das Weihnachtsgeschäft abgelehnt.

Christoph Peters

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