Bildergalerie zum großen Festgottesdienst

Was der Weihbischof zur Wiedereröffnung des Welfenmünsters in Steingaden predigt

1 von 28
Das erste Messopfer am neu geweihten Altar im renovierten Welfenmünster: Wies-Pfarrer Gottfried Fellner, Ortspfarrer Pater Petrus-Adrian Lerchenmüller, Diakon Armin Eder, Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger, Dekan Georg Fetsch, Diakon Christoph Schwarzer und der frühere Wiespfarrer Georg Kirchmeir (v. links).
2 von 28
Seit der Säkularisation im Jahr 1803 gilt keine Renovierung am Welfenmünster als so umfassend, aufwändig und feinfühlig wie die aktuelle Maßnahme in den Jahren 2017 bis 2019. Am Sonntag wurden mit einem Festgottesdienst Wiedereröffnung gefeiert.
3 von 28
Seit der Säkularisation im Jahr 1803 gilt keine Renovierung am Welfenmünster als so umfassend, aufwändig und feinfühlig wie die aktuelle Maßnahme in den Jahren 2017 bis 2019. Am Sonntag wurden mit einem Festgottesdienst Wiedereröffnung gefeiert.
4 von 28
Seit der Säkularisation im Jahr 1803 gilt keine Renovierung am Welfenmünster als so umfassend, aufwändig und feinfühlig wie die aktuelle Maßnahme in den Jahren 2017 bis 2019. Am Sonntag wurden mit einem Festgottesdienst Wiedereröffnung gefeiert.
5 von 28
Seit der Säkularisation im Jahr 1803 gilt keine Renovierung am Welfenmünster als so umfassend, aufwändig und feinfühlig wie die aktuelle Maßnahme in den Jahren 2017 bis 2019. Am Sonntag wurden mit einem Festgottesdienst Wiedereröffnung gefeiert.
6 von 28
Seit der Säkularisation im Jahr 1803 gilt keine Renovierung am Welfenmünster als so umfassend, aufwändig und feinfühlig wie die aktuelle Maßnahme in den Jahren 2017 bis 2019. Am Sonntag wurden mit einem Festgottesdienst Wiedereröffnung gefeiert.
7 von 28
Seit der Säkularisation im Jahr 1803 gilt keine Renovierung am Welfenmünster als so umfassend, aufwändig und feinfühlig wie die aktuelle Maßnahme in den Jahren 2017 bis 2019. Am Sonntag wurden mit einem Festgottesdienst Wiedereröffnung gefeiert.
8 von 28
Seit der Säkularisation im Jahr 1803 gilt keine Renovierung am Welfenmünster als so umfassend, aufwändig und feinfühlig wie die aktuelle Maßnahme in den Jahren 2017 bis 2019. Am Sonntag wurden mit einem Festgottesdienst Wiedereröffnung gefeiert.

Steingaden – „Dahoam is dahoam“ – den Titel der bekannten Fernsehserie griff Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger in der Predigt auf, als das Welfenmünster in Steingaden mit einem Festgottesdienst nach zweieinhalb Jahren wiedereröffnet wurde. Dabei weihte er auch den neuen Altar, der „geistige Heimat“ sei und einen „Fixpunkt“ der Gemeinde darstelle, von dem Kraft und Zuversicht ausgehe.

Steingadens Pfarrer Pater Petrus-Adrian Lerchenmüller, Kirchenpflegerin Johanna Schnitzler und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Johanna Wilhelm sprechen im Zusammenhang mit der Segnung der neuen Chororgel und der Altarweihe von einem „Jahrhundertereignis“. Seit der Säkularisation im Jahr 1803 sei keine Renovierung „so umfassend, aufwändig und feinfühlig“ vorgenommen worden wie die aktuelle Maßnahme in den Jahren 2017 bis 2019.

Die Kosten für die Innen- und Außenrenovierung belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro. Hinzu kommen 92.000 Euro für die neue Chororgel, die Eduard Heißerer geschaffen hat. Sie erhielt bereits zwei Tage vor dem Festgottesdienst durch Pater Petrus-Adrian während einer Vesper den kirchlichen Segen, ehe Peter Bader (Augsburg, Basilika St. Ulrich und Afra) und Anton Guggemos (Wildsteig, früher Wies-Organist) auf dem neuen Instrument und auf der Haupt­orgel ein Konzert gestalteten. Orgelbaumeister Heißerer hat seine Werkstätte in Prem; er schlägt dort selbst die Kirchenorgel. Prem gehört zur Pfarreiengemeinschaft Steingaden.

Wer wie viel übernimmt

Mit knapp 1,1 Millionen Euro hat die Kirchenstiftung Steingaden den Großteil der Summe zu schultern, wie der langjährige Kirchenpfleger Anton Weiß vorrechnet, der sein Amt Ende 2018 an Johanna Schnitzler abgab, jedoch die Maßnahme bis weiter betreut hat. Dabei bildeten Rücklagen der Kirchenstiftung (mitsamt Erlös aus Baulandverkauf) erst die Basis dafür, dass die aufwändige Renovierung umgesetzt werden konnte.

Zuschüsse kommen von mehreren Seiten. Die Diözese Augsburg gewährt 474.000 Euro. Der Bezirk Oberbayern beteiligt sich mit 50.000 Euro, die Bayerische Landesstiftung steuerte 68.000 Euro bei, wie Anton Weiß erwähnt. Vergleichsweise gering hingegen der kommunale Beitrag: Die Gemeinde Steingaden bewilligte einen Zuschuss von 7.500 Euro, der Landkreis einen Betrag von 4.500 Euro.

Das Gotteshaus, das 30 Jahre nach der Gründung des Prämonstratenserklosters Steingaden durch Herzog Welf VI. 1176 als romanische Kirche geweiht worden war, erfuhr Mitte des 18. Jahrhunderts zur 600-Jahr-Feier die Ausgestaltung im Rokoko-Stil.

Der bauliche Zustand und vor allem die Ausstattung des 55 Meter langen Gotteshauses, das im Landkreis Weilheim-Schongau zusammen mit Rottenbuch, Polling und der Wies zu den großen Kirchenräumen gehört, machten ein Handeln erforderlich. Dringlich war eine neue Elektrik. Zudem wurden Staub und Schmutz entfernt; Fresken, Stuck, Figuren und Altaraufbauten wurden gesichert, ausgefüllt und retuschiert. Zur Renovierung gehörten auch alle Fenster, der Boden und die Stufen im Altarraum. Fehler früherer Restaurierungen wurden korrigiert.

Reliquien im Altar

Eine neue Gestaltung hat auch der Altarraum erfahren. Weihbischof Losinger segnete zunächst den neuen Ambo. Er steht – als Tisch des Wortes Gottes – in enger Verbindung zum Altar, der gleichsam Tisch des eucharistischen Mahles ist. In den Sockel des Altares setzte der Augsburger Weihbischof Reliquien des heiligen Norbert von Xanten, des heiligen Adrian und des heiligen Jakob sowie des seligen Hroznata (Klostergründer) ein. Steinmetz Johannes Klein (Steingaden) und Architekt Christian Stadtmüller aus Kaufbeuren versiegelten die Nische.

Dann besprengte er den Altar mit geweihtem Wasser, ehe er sich eine Schürze umband an den Armen Stulpen überstreifte, um die Altarplatte mit Chrisamöl zu salben. Anschließend wurde Weihrauch verbrannt. Die würdevolle Zeremonie war in einen gut zweistündigen Festgottesdienst eingebettet, zu dem 400 Gläubige und Gäste kamen, unter ihnen Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Bürgermeister Xaver Wörle. Unter der Leitung Caspar Berlingers sang ein gut 100-köpfiger Projektchor im Chorraum die „Erdwärtsmesse“ des zeitgenössischen österreichischen Komponisten Peter Jan Marthé; unterstützt von einem Bläserensemble des Musikvereins und einer Schola.

Weihbischof Losinger hatte mehrere Konzelebranten, die sich um den Altar versammelten. Dies waren Dekan Georg Fetsch, Ortspfarrer Pater Petrus-Adrian und dessen Mitbrüder aus dem Prämonstratenserkloster Windberg, die Diakone Armin Eder und Christoph Schwarzer sowie Wiespfarrer Gottfried Fellner und dessen Vorgänger Georg Kirchmeir.

Die Wieskirche gehört ebenfalls zur Gemeinde Steingaden. Dass eine ländliche Gemeinde mit 3.000 Einwohnern zwei so bedeutende und große Wahrzeichen wie die Wieskirche und das Welfenmünster hat, ist im Landkreis, in der Diözese, ja sogar bayernweit einmalig. 

Johannes Jais

Auch interessant

Meistgelesen

Alles aus der Gitarre rausholen
Alles aus der Gitarre rausholen
Zukunft der Fuchstalbahn: Beschlüsse in Kreis- und Landtag
Zukunft der Fuchstalbahn: Beschlüsse in Kreis- und Landtag
Schongaus erstes Tinyhouse?
Schongaus erstes Tinyhouse?
Schongauer Bauausschuss lehnt Sichtschutzwand in der Sonnenstraße ab
Schongauer Bauausschuss lehnt Sichtschutzwand in der Sonnenstraße ab

Kommentare