Neuer Abenteuerspielplatz für 80.000 Euro:

"Welfenburg" für Peiting

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Ein Tor mit einem Wehrgang in gut zwei Metern Höhe gehört zu dem zentralen Element, das auf dem Abenteuerspielplatz aufgestellt wird.

Peiting – Die Peitinger sagen dazu „Welfenburg“; der Hersteller selbst nennt es das „Römertor Via Claudia Augusta“: Jedenfalls ist die Entscheidung dazu gefallen, wie der neue, großzügige Abenteuerspielplatz in Peiting gestaltet werden soll.

Drei Anbieter haben in der Sitzung der Marktgemeinderäte ihre Entwürfe vorgestellt; am Ende folgte das Gremium dem, wofür bei einer Befragung im Dezember schon die meisten Drittklässler der Alfons-Peter-Grundschule waren: die Spielgeräte-Landschaft mit der „Welfenburg“.

Diesen Vorschlag machte die Firma Spessart Holzgeräte. Chef Thomas Gregor, der bis aus dem Landkreis Main-Spessart angereist war, und Vertriebsmitarbeiter Antonius Guhm stellten das Unternehmen und die Geräte vor.

Bis 14 Jahre

Zum Spielplatz, der für Kinder bis zu 14 Jahre gedacht ist, gehören ein Minitrampolin, eine Stehwippe, ein Seileparcours, eine Schaukel und ein Kleinkindbereich mit Beschattung. Im Mittelpunkt steht mit Anlehnung an die Römerzeit und an die Welfengeschichte im Lechrain freilich die Anlage Via Claudia Augusta. Sie ist bis zu 4,65 Meter hoch. Der Wehrgang für die Buben und Mädchen befindet auf 2,20 Meter Höhe.

Hermann Mödl (BVP) fragte nach, was für ein Holz verwendet werde. Dafür werde Douglasie genommen, die im Spessart wächst, erhielt er von Thomas Gregor und Antonius Guhm zur Antwort. Douglasie sei ebenfalls wie Fichte ein Weichholz; sie könne aber ohne Anstrich wetterbeständig eingesetzt werden, wie Gregor auf Anfrage des Kreisboten präzisierte. Man entscheide sich bewusst für Holz; es sei ein warmer Werkstoff im Gegensatz zum Metall, das im Winter kalt und im Sommer sehr heiß sei. Freilich könne es in Einzelfällen vorkommen, dass beim Holz an einer Kante mal eine Faser absplittere.

„Man kann sich in der Diskussion o an Schiefer einziehen“, kommentierte Gemeinderat Andreas Barnsteiner (BVP). Es sei für Peiting traurig, wenn wegen dichter Bebauung der Grundstücke sich die Buben und Mädchen nicht mehr da austoben könnten, wo sie daheim seien. Aber dieser Trend sei halt nicht mehr aufzuhalten.

Zehn Entwürfe

Marktbaumeiter Fabian Kreitl schilderte, dass die Bauverwaltung zahlreiche Spielgerätehersteller angefragt hatte. Zehn Firmen reichten daraufhin ihre Entwürfe ein. Vor den Weihnachtsferien wurden die Varianten gezeigt. Dazu wurden die dritten Klassen der Alfons-Peter-Schule eingeladen.

„Das war eine nette Veranstaltung“, erinnert sich Kreitl. 35 der 60 Drittklässler hätten sich für die „Welfenburg“ entschieden, zehn für den Vorschlag „Landwirtschaft“ eines Herstellers aus dem Chiemgau. Zwei andere Vorschläge, nämlich „Bergwerk“ sowie „Spiel und Kletterturm“, erhielten noch weniger Kinderstimmen.

Frühsommer 2020

Nachdem drei Hersteller vier Ideen aufgezeigt hatten, wurde in nichtöffentlicher Sitzung eine Entscheidung getroffen. Der Marktgemeinderat sprach sich für die „Welfenburg“ aus, informiert Geschäftsleiter Stefan Kort auf Nachfrage. Der Kostenrahmen beläuft sich auf zirka 80.000 Euro. Der Spielplatz soll im Frühsommer 2020 hergestellt werden.

Für die Anlage des neuen Abenteuerplatzes hat man sich deshalb entschieden, weil der Spielplatz am Therese-Peter-Kinderhaus aufgegeben werden muss. Dort wird das bestehende Gebäude um ein Modul für eine vierte Krippengruppe erweitert. Mehr als nur Ersatz für die kleine Fläche soll dann auf der freien Fläche gegenüber künftig der Abenteuerspielplatz sein.

jj

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