Energieberatung in Peiting

Antwort auf die Frage nach dem Wie

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Steingadens Bürgermeister Xaver Wörle, Böbings Gemeindeoberhaupt Peter Erhard, Marktbaumeister Jochen Rohrmoser, Energiemanager Andreas Scharli, Schongaus 2. Bürgermeister Tobias Kalbitzer, Peitings Bürgermeister Michael Asam, Energieberater Wolfgang Haas, Energieberater Christian Gößwald, Klaus Müller (Verbraucherzentrale), Schwabbrucks 2. Bürgermeister Max Waldmann und Prems Energiebeauftragter Manfred Schmölz wohnten der Vorstellung des neuen Energieberatungsstützpunktes bei.

Peiting – Photovoltaik aufs Dach für den eigenen Strom oder doch lieber eine Erdwärmepumpe, um die in die Jahre gekommene Ölheizung zu ersetzen? Immer mehr Hausbesitzer und Mieter fragen sich, wie sie den steigenden Energiepreisen am besten begegnen sollen. Hilfe verspricht der neue Energieberatungsstützpunkt der Verbraucherzentrale in Peiting.

Die Energiewende ist nicht nur in aller Munde, sie ist auch überall zu sehen. Da lässt der eine Nachbar auf seinem Dach eine Photovoltaikanlage installieren, der andere beklebt sein Haus mit Styroporplatten zur besseren Wärmedämmung und tauscht seine Fenster gegen die dreifach verglaste Variante aus. Der nächste schwört der Ölheizung ab und setzt stattdessen auf Holzpellets. Alle haben ein Ziel: Sie wollen Energiekosten sparen. 

Doch welcher Weg der richtige ist, lässt sich nicht so leicht entscheiden, denn er hängt stark von der eigenen Wohnsituation ab. Beratung tut deshalb Not, doch viele schrecken davor zurück, in der Angst dem falschen Fachmann zu vertrauen. Hier setzt die Verbraucherzentrale an. Die öffentlich finanzierte, gemeinnützige Organisation berät Bürger seit über 30 Jahren zum Thema Energie. In 16 Orten betreibt sie dafür mittlerweile eigene Energieberatungsstützpunkte. Nummer 17 nimmt am kommenden Donnerstag in Peiting den Betrieb auf.

Einmal im Monat können Bürger aus der Region künftig im Bauamt detaillierte und Individuelle Handlungsempfehlungen rund um das Thema Energie bekommen. Das beginnt bei der Frage nach der geeignetsten Heizmethode, geht über den baulichen Wärmeschutz und die Haustechnik bis hin zum Stromverbrauch der verwendeten Elektrogeräte und den Wechsel des Stromanbieters. 

Die Kosten für die Beratung sind dank Förderung durch das Wirtschaftsministerium überschaubar. Eine Dreiviertelstunde schlägt mit 7,50 Euro zu Buche. Einkommensschwache Haushalte bekommen sie umsonst. „Wir wollen, dass die Leute die Hemmschwelle zu einer Beratung überwinden“, betonte Klaus Müller von der Verbraucherzentrale, der das Konzept am vergangenen Montag im Rahmen eines Pressegesprächs vorstellte.

Eingefädelt hatte das Ganze die Energiewende Oberland. Deren Energiemanager Andreas Scharli war an die Gemeinde Peiting herangetreten und hatte mit seinem Vorschlag eines Energieberatungsstützpunktes prompt offene Türen eingerannt. „Es freut uns, dass wir das hier anbieten können“, sagte Bürgermeister Michael Asam. Die Gemeinde stellt für die Beratungen durch Energieberater Wolfgang Haas ein Zimmer im Bauamt zur Verfügung. 

Die Terminvereinbarung läuft über das Vorzimmer von Marktbaumeister Jochen Rohrmoser. Reicht das Beratungsgespräch übrigens nicht, um zu einem Ergebnis zu kommen, bietet die Verbraucherzentrale auch Vor-Ort-Termine an, um die Gegebenheiten zu analysieren. Als Konkurrenz zu freien Energieberatern sehe man sich allerdings nicht, versicherte Müller. So würden die Verbraucherschutz-Experten keine Wirtschaftlichkeitsrechnung erstellen und auch nicht bei der Finanzierung helfen. „Wir sehen uns als Bindeglied zwischen Verbrauchern und Energieberatern respektive Handwerkern.“

Weilheim Der Peitinger Energieberatungsstützpunkt ist nach Penzberg der zweite seiner Art im Landkreis. Im nächsten Jahr soll laut Scharli ein weiterer in Weilheim folgen.

Christoph Peters

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