Von Nakatsu in die Lechstadt

Neuer Leiter in Schongaus Stadtgärtnerei

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Martin Erhard (links) leitet die Stadtgärtnerei. Er wird bei seinen ersten Ortsbesichtigungen von Stadtförster Klaus Thien (rechts) und Stadtgärtner Bernd Pietruschka begleitet.

Schongau – Auf vielen Plätzen und Anlagen im Bereich der Lechstadt werden Schmankerl für Augen und Seele geplegt. Und das täglich. Bis Ende 2019 war Rudolf Friedl der Leiter der Stadtgärtnerei und für die vielen „grünen Daumen“ seiner Mannschaft verantwortlich. Am 1. Juli hat sein Nachfolger Martin Erhard die Stelle angetreten.

Gute 35 Jahre war Rudolf „Seppo“ Friedl Leiter der Schongauer Stadtgärtnerei. Das Aufstellen des Christbaums auf dem Marienplatz 2019 war seine letzte große Amtshandlung, ehe er mit Ende des Jahres in den Ruhestand verabschiedet wurde.

„Eigentlich wollten wir eine direkte Übergabe machen“, formuliert es Stadtförster Klaus ­Thien. Obwohl man mit mehrfachen frühzeitigen Stellenausschreibungen suchte, hatte die Stadt lange kein Glück. Die Stelle blieb unbesetzt.

Bis zum 1. Juli, an dem Martin Erhard aus Raisting Friedls Nachfolge antrat. Der 31-Jährige Gartenbauingenieur ist der neue Leiter der Stadtgärtnerei. Ein wirklich interessanter Mann in Sachen Flora und Fauna. Von 2013 bis 2017 studierte er an der Hochschule in Weihenstephan. Um sich danach möglichst viel praktisches Wissen anzueignen, nahm er danach eine Stelle in einem großen bayerischen Gartencenter an. Dann wagte Erhard einen Blick weit über den heimischen Tellerrand: Er bewirbt sich beim Bauernverband für eine ausgeschriebene Stelle in Japan und erhält den Zuschlag. Ein Crashkurs in Sachen japanischer Umgangssprache folgt, dann Abflug auf die Insel Kyushu. Die Stadt Nakatsu wird für ein Jahr die neue Gartenheimat für Martin Erhard.

Mehr Blühstreifen

Keine Angst, Erhard wird den Schongauer Baumbestand nicht in Bonsaigröße klein schneiden. Ihm liegt es am Herzen, für die Artenvielfalt von Insekten noch mehr Blühstreifen anzulegen.

„Sicherlich nicht immer einfach“, wie Klaus Thien aus Erfahrung weiß. „Oft wird angerufen und darauf hingewiesen, dass an bestimmten Stellen das Mähen vernachlässigt wird“, so Thien. Dabei wird dies ganz bewusst getan, wenn auf diesen Streifen Wildblumen noch in Blüte stehen. Das Bild von fliegenden Insekten und flatternden Schmetterlingen ist ein Dank dafür.

hh

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