Alternativer Standort gefunden

Busparkplatz: Bauerngasse statt Marienplatz

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Statt am Marienplatz sollen Reisebusse, die in Schongau Zwischenstopp machen, künftig in der Bauerngasse parken.

Schongau – Tagtäglich unterbrechen Reisebusfahrer die Fahrt zu ihrem eigentlichen Ziel für eine Rast im Schongauer Zentrum. Die Touristen, die sie an Bord haben, nutzen die Zeit für ein Mittagessen, die Stadtbesichtigung oder eine kurze Shoppingtour. Sie sind so ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Schongauer Altstadt und die dort beheimateten Gaststätten und Geschäfte. Entsprechend wichtig war daher die Suche der Stadt nach einem alternativen Parkplatz für die Busse, nachdem der bisherige Halt vor der Alten Post durch die Einführung der Fußgängerzone weggefallen war. Fündig wurde man in der Bauerngasse.

Als „sportliche Aufgabe“ bezeichnete Martin Keßler von der Stadtverwaltung im Bauausschuss die Suche nach einem alternativen Standort. Man habe die ganze Altstadt abgesucht und verschiedenste Varianten geprüft. Die meisten musste man allerdings schnell wieder fallen lassen, weil sie sich als nicht praktikabel erwiesen. Die Verlängerung der Linienbus-Haltestelle an der Weinstraße etwa scheiterte am fehlenden Platz. Und auch die „verwegene Variante“ (Keßler), die Taxistellplätze vor dem Rathaus zugunsten eines Reisebus-Halts aufzulösen, fiel durch.

Ebenfalls keine Option ist der Raum direkt vor der Stadtpfarrkirche, den viele Busfahrer derzeit als Parkplatz nutzen (siehe Bild). So gehöre ein Teil des Grunds der Kirche, zum anderen zähle die Fläche zum verkehrsberuhigten Bereich, wo man keine Busse mehr wolle, begründet Keßler auf Nachfrage des Kreisboten. Hinzu komme, dass die Busse, um dort zu parken, rückwärts fahren müssen, was eine nicht unerhebliche Gefahr für Fußgänger darstelle.

Nur Aussteigen geht nicht

Fündig wurde Keßler schließlich in der Bauerngasse. Im letzten Stück vor der Abzweigung Reichelstraße gäbe es auf der linken Seite der Einbahnstraße genug Platz für einen Busparkplatz, erklärte der Stadtverwaltungsmitarbeiter. Allerdings müssten dafür zwei Parkplätze wegfallen. Dass die Bauerngasse täglich von 130 Linienbussen durchfahren wird, sei kein Problem, fügte Keßler hinzu. „Die kommen da vorbei.“ Von Seiten der Polizei gebe es keine Bedenken.

Einen Haken gibt es allerdings: Da die Türen der Busse durch den linksseitigen Parkplatz Richtung Fahrbahn zeigen, müssen die Busfahrer ihre Fahrgäste aus Sicherheitsgründen woanders aussteigen lassen, ehe sie in der Bauerngasse parken. „Das muss man entsprechend kommunizieren“, so Keßler.

Platz reicht nur für einen Bus

Bürgermeister Falk Sluyterman betonte noch einmal, wie wichtig ein alternativer, zentraler Busparkplatz für die Altstadt sei. „Es wäre schade, wenn Schongau diese Art von Touristen verlieren würde.“ Ein Parkplatz sei eigentlich sogar zu wenig angesichts von zwei bis drei Bussen, die Schongau tagtäglich ansteuern würden. Doch mehr Busse bringe man in der Bauerngasse leider nicht unter, sagte Keßler auf eine entsprechende Nachfrage von Martin Schwarz (SPD). Einstimmig genehmigte der Bauausschuss schließlich den neuen Busparkplatz.

Christoph Peters

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