Neuer Standort für die Notaufnahme

Mehr Platz für Patienten

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Hinter einer Staubschutzwand verschwand Ende November das bisherige Personalcasino. Bis März 2017 entsteht hier die neue Notaufnahme.

Schongau – Mehr als 12000 Patienten werden jedes Jahr in der Notaufnahme des Schongauer Krankenhauses behandelt – Tendenz steigend. Krankenhaus GmbH-Geschäftsführer Thomas Lippmann nennt die Einrichtung deshalb nicht ohne Grund das Herz der Klinik. Dieses wird nun zum Teil verpflanzt.

Wer das Schongauer Krankenhaus durch den Haupteingang betritt, dem fällt die Veränderung sofort auf. Auf der rechten Seite, wo sich bislang der Aufenthaltsraum für das Personal befand, blickt man nun nur noch auf eine weiße Wand. Hinter ihr wird kräftig gearbeitet, denn hier soll ab März 2017 die neue Notaufnahme ihren Betrieb aufnehmen.

Bislang befindet sich diese im hinteren Teil des Krankenhauses in direkter Nähe zur Liegenanfahrt. Doch die räumlichen Verhältnisse dort sind beengt, der Warteraum bietet nur wenig Platz für die Patienten. Das passt nicht zur Rolle, die die Notaufnahme in den Augen des Geschäftsführers spielen soll. „Sie ist die Visitenkarte des Krankenhauses“, betonte Lippmann im vergangenen Jahr, als er Dr. Thomas Löffler als neuen Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie vorstellte. Dessen Aufgabe: Die Notaufnahme wieder zur ersten Adresse für die Landkreis-Bürger zu machen. Eineinhalb Jahre später lassen sich erste Erfolge laut GmbH-Sprecherin Ida Berndt bereits ablesen. So werde die Schongauer Klinik mittlerweile wieder deutlich öfter von den Rettungsdiensten angefahren, erklärt sie.

Dieser positiven Entwicklung soll jetzt auch räumlich Rechnung getragen werden. Bereits Mitte des Jahres stellte die Geschäftsführung die Weichen für den Umbau der Notaufnahme, Ende November rückten die Handwerker an und errichteten die zuvor erwähnte Staubschutzwand im Eingangsbereich. Dahinter entsteht in den nächsten Wochen die neue Patientenaufnahme mit einem vergrößerten Wartebereich, sowie ein Erstaufnahmeraum für die Ambulanz. Zur neuen Notaufnahme gehört auch ein direkter Zugang zum Aufzug, um Patienten ohne Umwege auf die Station bringen zu können. Die Liegendanfahrt verbleibt an ihrem bisherigen Standort. Auch für den durch den Umbau wegfallenden Aufenthaltsraum des Personals wurde eine Lösung gefunden. Dieser sei erfolgreich in die Cafeteria integriert worden, so Berndt.^

Kosten für den Umbau: Mehr als 800.000 Euro 

Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf mehr als 800.000 Euro. Lippmann ist überzeugt, dass das Geld gut investiert ist. „Die Notaufnahme liegt uns thematisch sehr am Herzen. Im Mittelpunkt stehen die Patienten. Wir brauchen keine leere Eingangshalle, sondern Platz für Medizin.“

Christoph Peters

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