Neues Diagnostikzentrum am Schongauer Krankenhaus

Große Investition für den Patienten

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Krankenhaus GmbH-Geschäftsführer Thomas Lippmann (re.), Chefarzt Dr. Andreas Eder sowie Anna-Maria Thomas (in Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten, li.) und Verena Kistler (Medizinische Fachangestellte) präsentieren stolz das neue Endosonografiegerät.

Schongau – Die oberen Stockwerke des neuen Bettenhauses der Schongauer Klinik sind schon seit längerer Zeit in Betrieb. Im Untergeschoss werkelten dagegen bis vor kurzem noch die Handwerker. In dieser Woche wurde das neue Diagnostikzentrum der Gastroenterologie eröffnet – für ihren Leiter Chefarzt Dr. Andreas Eder „ein Meilenstein“.

Über 6000 Untersuchungen führen Eder und sein Team jedes Jahr an ambulanten und stationären Patienten durch. Eine stolze Anzahl, die die Ärzte jedoch zunehmend vor Probleme stellte. Denn bislang standen ihnen dafür nur drei Untersuchungsräume zur Verfügung. 

Man habe deshalb schon länger überlegt, wie sich die Raumnot beheben ließe, erklärte Eder. Die zündende Idee, das Diagnostikzentrum im Untergeschoss des neuen Bettenhauses unterzubringen, hatte schließlich Geschäftsführer Thomas Lippmann. 

Eigentlich sollten dort Büros und Lagerflächen sowie ein großer Konferenzraum entstehen. „Damit hätten wir wertvollen Raum für patientenferne Bereiche hergegeben“, sagte Lippmann. Für ihn der falsche Weg, weshalb er die Planung kurz nach seinem Amtsantritt im April vergangenen Jahres über den Haufen warf. Statt verwaltet wird im Untergeschoss jetzt diagnostiziert und therapiert. 

Stolz führte Eder am Mittwoch durch sein neues Reich. Das umfasst zwei Räume für die Endoskopie und zwei für Ultraschalluntersuchungen. Erstere sind über einen eigenen Hygiene- und Lagerraum miteinander verbunden, in dem die Instrumente gereinigt und aufbewahrt werden – eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen Situation, wo dies in den Behandlungszimmern selbst geschah. 

Einer der früheren Untersuchungszimmer bleibt zudem als Eingriffsraum erhalten. Die neue Lage und Aufteilung im Souterrain ist für Eder ideal. „Wir sind effizienter, was die Arbeitsabläufe angeht. Zudem lassen sich die Räume gut abdunkeln, das ist wichtig für die Untersuchungen“, so der Chefarzt. 

Auch bei der Technik wurde nicht gespart. Allein die beiden neuen Ultraschallgeräte kosten je rund 100000 Euro. Das eine dient der Untersuchung des Herzens, womit sich die Klinik eine Verbesserung bei der Diagnostik in der konservativen Kardiologie erhofft. Mit dem anderen lassen sich Kontrast-Ultraschall-Untersuchungen durchführen – ein Novum in der Region. Auch ein neues Endosonografiegerät ist hinzugekommen. 

Neben dem Diagnostikzentrum ist im Untergeschoss ab sofort auch die Physiotherapie zu finden, die bislang im Keller untergebracht war. Beide Einrichtungen teilen sich einen Empfangsbereich und Warteraum, der durch große Fenster sogar einen Ausblick auf das Alpenpanorama bietet. 

Insgesamt eine halbe Million Euro hat sich die GmbH den Umbau kosten lassen. Für Lippmann ist das gut investiertes Geld. „Wir wollen Patienten, die in den letzten Jahren abgewandert sind, durch ein breites, spezialisiertes Angebot zurückgewinnen“, betonte der Geschäftsführer. 

Der Fokus soll wieder stärker auf der Medizin liegen. Dazu gehört für Lippmann auch, dass die Verwaltung deutlich gestrafft werden muss. „Wir werden in der nächsten Zeit bis zu 20 Prozent der Stellen in diesem Bereich einsparen“, kündigte er an. Erreichen will der Geschäftsführer das ohne Entlassungen, indem frei werdende Posten nicht nachbesetzt werden und Mitarbeiter mit medizinischem Background zurück in ihren ursprünglichen Tätigkeitsbereich wechseln.

Christoph Peters

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