Für 180.000 Euro:

Neues Fahrzeug für Birkländer Wehr

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Ein solches Fahrzeug wird die Birkländer Wehr im nächsten Jahr bekommen. Der Peitinger Gemeinderat beschloss jetzt die Anschaffung.

Birkland – Die neue Drehleiter für die Peitinger Wehr ist seit dem Winter im Einsatz; nach dieser mehr als 600.000 Euro teuren Investition folgt im nächsten Jahr ein weiteres Fahrzeug für die zweite Wehr in der Marktgemeinde. Die Kameraden in Birkland bekommen 2020 ein neues Fahrzeug.

Dabei handelt es sich um ein Löschfahrzeug mit einer Tragkraftspritze und mit einer feuerwehrtechnischen Beladung für eine Gruppe. Das TSF-L – die vier Buchstaben bedeuten Tragkraftspritzenfahrzeug Logistik – muss zudem gewährleisten, dass einsatzbezogene, also nicht dauerhaft verlastete Ausrüstung, transportiert werden kann.

Die Kosten für den Neuerwerb belaufen sich auf zirka 180.000 Euro, wie Kämmerer Christian Hollrieder im Gemeinderat ausführte. Der Freistaat Bayern gewährt einen Zuschuss in Höhe von 40.000 Euro. Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta, Chef aller Wehren im Landkreis Weilheim-Schongau, hat bereits seine Zustimmung zum Kauf gegeben.

Wie schon bei der Beschaffung der Peitinger Drehleiter sollte ein Fachbüro mit dem Verfahren beauftragt werden. Bei Investitionen über 100.000 Euro und unter 220.000 Euro ist eine nationale Ausschreibung vorgesehen. Um das Verfahren zum Erwerb des TSF-L wird sich das Büro Konrad Bischel (Weilheim) kümmern.

Es handelt sich im Fall von Birk­land um eine Ersatzbeschaffung für das alte Löschfahrzeug 8. Dieses ist 52 Jahre alt. Es wird immer schwieriger, Ersatzteile zu bekommen.

Nachfrage zu einer Sammelbestellung

Gemeinderat Thomas Elste (Grünen-Fraktion) fragte nach, ob denn eine Sammelbestellung mit einer oder mehreren anderen Feuerwehren möglich sei. Josef Schelle, Kommandant der Birkländer Wehr, sagte dazu, dass der Versuch schon unternommen worden sei. Das sei freilich am Fahrzeugtyp gescheitert. Der Aufbau, den die einzelnen Wehren benötigten, sei nämlich unterschiedlich. Das habe auch mit dem speziellen Löschwasserkonzept zu tun, das es so nur in Birkland gibt.

Bürgermeister Michael Asam erinnerte auch daran, dass die Peitinger und die Peißenberger Feuerwehr wegen ihren Drehleitern – beide wurden heuer in Dienst gestellt – eine zeitgleiche Bestellung angestrebt hatten. Die Verhandlungen dazu seien am Schluss aber an der „Philosophie“ gescheitert, so Asam.

Michael Deibler (CSU) sah die Investition für Birkland als notwendig an. Man müsse die Entfernung zwischen Peiting und Birkland bedenken. Außerdem habe sich die Birkländer Wehr „bisher immer durch Zurückhaltung ausgezeichnet“, fügte Deibler hinzu. 

Johannes Jais

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