Neues Feuerwehrhaus in Ingenried eingeweiht

Ein Kraftakt für die Gemeinde

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In der Fahrzeughalle: Kreisbrandrat Dr. Rüdiger Sobotta (von links), Kreisbrandinspektor Ludwig Fernsemmer, Kreisbrandmeister Johann Deschler, Kommandant Wolfgang Friebe, Pfarrer Joachim Schnitzer, Bürgermeister Xaver Fichtl, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Vorstand Georg Rösch.

Ingenried – Ein finanzieller Kraftakt sei der Bau des neuen Feuerwehrhauses für die Gemeinde Ingenried gewesen. Dies sagte Bürgermeister Xaver Fichtl auf einer Feier, bei der Pfarrer Joachim Schnitzer dem Gebäude den kirchlichen Segen spendete. Doch habe man trotz der Kosten von 755 000 Euro, wozu der Staat einen Zuschuss von 192 000 Euro gibt, die Investition in den Jahren 2013 und 2014 ohne neue Schulden gestemmt, erklärte der Rathauschef. Er erwähnte aber, dass an der Erbenschwanger Straße vier Bauplätze verkauft und somit weitere Einnahmen erzielt wurden.

Rückblickend erwähnte Bürgermeister Fichtl, dass sich der Gemeinderat im Sommer 2012 einstimmig für den Standort an der Schongauer Straße entschieden habe, wo sich die ehemalige Gärtnerei Spix befand. Der Baubeginn erfolgte, nachdem die Behörden die Entwürfe der örtlichen Planer Hermann Hätscher und Horst Hafenmayer genehmigt hatten, im September 2013. Anfang Oktober 2014 wurde das neue Gebäude bezogen. 

Der Neubau sei funktionell und werte das Ortsbild auf, kommentierte Xaver Fichtl bei der Feier im Festzelt vor mehreren hundert Besuchern, unter ihnen viele Feuerwehrleute aus den umliegenden Gemeinden.

 Kreisbrandrat Dr. Rüdiger Sobotta aus Penzberg erwähnte, das neue Feuerwehrhaus in Ingenried sei „in Rekordzeit entstanden“. Dies sei wesentlich das Verdienst des Kommandanten Wolfgang Friebe und des Bürgermeisters Xaver Fichtl, der das Thema „zur Chefsache“ gemacht habe. Bei einer Mängelanalyse 2011/2012 sei das alte Feuerwehrhaus an der Bergstraße „gnadenlos durchgefallen“, erklärte Sobotta; diese Ansage habe im Gemeinderat zunächst für einen Schock gesorgt. 

Architekt Horst Hafenmayer, der in Ingenried wohnt, zeigte sich „sehr stolz darüber, hier mitgewirkt haben zu dürfen.“ Er kam auf die „besondere Atmosphäre“ bei der Verwirklichung dieses Projektes zu sprechen, womit er die Dynamik und Eigeninitiative in der Planungs- und Bauphase meinte.

Kommandant Wolfgang Frie-be sprach von einer „Unterkunft mit zeitgemäßer Ausstattung“. Für die Fahrzeuge stünden drei beheizte Stellplätze zur Verfügung. Die Räumlichkeiten unter Dach seien ausreichend dimensioniert. Der Übungsplatz vor dem Gebäude und der rückwärtige Parkplatz seien „nur vorteilhaft“. 

Landrätin Andrea Jochner-Weiß beglückwünschte die Ingenrieder Wehr mit ihren 51 aktiven Kameraden zu der neuen Unterkunft. Sie wünschte möglichst wenig Einsätze und dass die Männer davon immer gesund zurückkehren. 

Die Segnung des Feuerwehrhauses erfolgte nach einem Gottesdienst unter freiem Himmel. Die Ansprachen fanden im kleinen Festzelt statt, wo auch die Musikkapelle Ingenried mit den Dirigenten Markus Mangold und Benno Daxer aufspielte. 

Beim Tag der offenen Tür konnten sich die Besucher einen Eindruck von der Halle und den Räumen bis hin zur Umkleide, zur Schlauchpflege, zur Werkstatt für die Atemschutzgeräte, zum Kommandantenbüro und zum geräumigen Schulungsraum verschaffen. 

Polizei und Rotes Kreuz waren vor Ort präsent. Bei einer Vorführung auf dem Hof sahen viele hundert Zuschauer, wie die Rettungskräfte – auch mit Einsatz der Rettungsspreize – einen Schwerverletzten aus einem Auto bergen. Das Unfallszenario war „heftig“: Für die Übung wurden zwei Baumstämme so ausgerichtet, dass sie die Windschutzscheibe eines Pkw zersplitterten und bis zum Lenkrad durchbrachen.

jj

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