"Perspektiven verändern"

Mitarbeitendenversammlung in Herzogsägmühle

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Astrid Kurek, Wolgang Piskorsch, Helmut Schröcker, Hubert Koller und Peter Oppel (v. links) erhielten von Geschäftsführer Wilfried Knorr (rechts) die Verdienstmedaille.

Herzogsägmühle – „Perspektiven verändern“ heißt das Jahresmotto der Diakonie Herzogsägmühle im Jahr 2020. Bei der Mitarbeitendenversammlung zum Jahresbeginn erläuterte Geschäftsführer Wilfried Knorr, dass es wichtig sei „sehr genau hinzusehen, wo wir uns an Sichtweisen gewöhnt haben, wo wir eingefahrene Wege verlassen sollten und wo wir durch die Brille von Hilfeberechtigten schauen müssen, statt durch unsere Fach-Brillen“.

Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer legte Pfarrerin Lydie Nicoly Menezes die Jahreslosung aus. Wilfried Knorr berichtete anschließend zur Lage von Herzogsägmühle und blickte mit den Mitarbeitenden auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Zufrieden berichtete er, dass die Ausgliederung der Diakonie Herzogsägmühle gGmbH gelungen sei, und dankte für die damit verbundene, teilweise erhebliche Mehrarbeit. Auch die Einführung des Bundesteilhabegesetzes habe viele Energien gebunden, so Knorr. Das vergangene Jahr konnte mit einem positiven wirtschaftlichen Ergebnis abgeschlossen werden. Der dadurch mögliche Investitionsplan für 2020 sehe die Fertigstellung des Neubaus der Gemeinschaftsküche vor (Eröffnung voraussichtlich im Juni 2020) sowie den Neubau Förderzentrum für Menschen mit Behinderung. Knorr dankte seinem Vorstandskollegen Hans Rock, der die Finanzen der Diakonie Herzogsägmühle verantwortet.

Weiter informierte Knorr, dass der zweite Gemeinwohl-Bericht bei der GWÖ in Wien zur Zertifizierung eingereicht wurde. „Damit legt die Diakonie Herzog­sägmühle Zeugnis für ihr ethisch verantwortetes Wirtschaften ab“, so Knorr. Ein großes Ziel sei die Klimaneutrale Soziale Arbeit 2030. Vier Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit dem Thema „Pflege der Zukunft“. Die Mitarbeitervertretung wurde 2019 neu gewählt und dabei auf 15 Mitglieder erweitert. Neuer Vorsitzender ist Fabian Steck. Ende des vergangenen Jahres hat das Projekt „Herzogsägmühle 2025“ seine Arbeit aufgenommen. Dabei geht es um die Themen Dorf­entwicklung, Sozialraumorientierung und Umsetzung der UN Behindertenkonvention.

Am Ende seiner Ansprache dankte Knorr dem scheidenden Vorstand der Inneren Mission München, Dr. Günter Bauer, für die gute Zusammenarbeit. Bauer selbst verabschiedete sich mit einem Grußwort.

Besondere Verdienste

Anschließend ließ Knorr das Jubiläumsjahr mit seinen Höhepunkten noch einmal vorüberziehen. Zum Abschluss wurde die Verdienstmedaille der Diakonie Herzogsägmühle an fünf verdiente Mitarbeitende und Ehrenamtliche verliehen.

Knorr dankte in seiner Laudatio Wolfgang Piskorsch, der seit 2009 Bürger des Dorfes Herzog­sägmühle ist. Der frühere Schreiner und Postbeamte lebt mit neun Menschen in einem Haus zusammen, die an einer seelischen Erkrankung leiden. Damit sei er ein Vorbild für Inklusion, so Knorr. Der Wahl-Herzogsägmühler sei seit seinem Einzug fest in die Hausgemeinschaft integriert. Regelmäßig nimmt er an geselligen Runden, Ausflügen und Freizeiten teil, die er auch gerne unterstützt.

Hubert Koller arbeitet seit 1990 in der Gemeinschaftsküche – als Koch, Ausbildungsbeauftragter und seit zwei Jahren als Küchenleiter. Zusätzlich ist er in der Werkfeuerwehr ehrenamtlich engagiert. „Auch nach fast 30 Dienstjahren in Herzogsägmühle packt er mit ganzer Kraft an“, so Knorr. Bei den Planern der Küche sei er zudem als kompetenter Berater anerkannt. Dass die Arbeiten gut vorangehen, sei nicht zuletzt seiner Fürsorge zu verdanken.

Fahrdienst und Dorffest

Ehrenamtlich engagiert sich Helmut Schröcker für die Menschen in Herzogsägmühle – seit mehr als zehn Jahren. Er plant Fahrradtouren, Tagesausflüge und Spaziergänge mit Hilfeberechtigten und führt diese auch durch. Schröcker engagiert sich im Arbeitskreis Ernährung und Bewegung, im Angehörigenbeirat und initiierte den Gesprächskreis für Angehörige inklusive Fahrdienst für nicht mobile Teilnehmende.

Astrid Kurek und Peter Oppel stellte Wilfried Knorr augenzwinkernd als Mrs. und Mr. Deckerhalle vor. „Keine Veranstaltung in der Deckerhalle kann ohne die beiden stattfinden.“ Sie seien es, die sich um alles kümmern, was diesen wichtigen Veranstaltungsort betrifft. Neben der Deckerhalle sind Kurek und Oppel für die Reinigung des Gollerhauses, des Filmvorführraumes und Teile der Verwaltung verantwortlich. Bei jedem Weihnachtsmarkt und Dorffest sind die beiden im Einsatz.

sk

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