Neues Künstlerzimmer im Ballenhaus

Die Rumpelkammer hat ausgedient

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Vereinsvorsitzende Brigitte Battenberg, ihr Stellvertreter Fritz Mäuerle (re.) und Bürgermeister Falk Sluyterman im neuen Künstlerzimmer.

Schongau – Die Rumpelkammer ist passé: Am Dienstag stellte die Stadt das neue Künstlerzimmer im Ballenhaus vor. Im Rahmen des Umbaus wurde auch ein weiteres leidiges Problem aus der Welt geschafft.

Hell und freundlich wirkt das neue Künstlerzimmer. Es verfügt über einen Schminktisch samt Waschbecken, eine Liege, einen großen Schrank sowie einen kleinen Tisch samt Stühlen. Ein großer Spiegel an der Wand lässt den Raum größer wirken als er ist. Nichts erinnert mehr daran, dass sich hier im ersten Stock des Ballenhauses bis vor kurzem noch die Garderobe befand. 

Die Vorsitzende des Kulturvereins Schongauer Land, Brigitte Battenberg, und ihr Stellvertreter Fritz Mäuerle zeigten sich bei der offiziellen Präsentation dementsprechend begeistert über das neue Schmuckstück. 

Damit ist ein Missstand beseitigt, der den Verein bereits seit mehreren Jahren umtreibt. Bislang nämlich mussten sich auftretende Künstler im vornehmlich für das Catering genutzte Zimmer neben dem Saal umziehen. Immer wieder sei man von den Künstlern auf den „unzumutbaren Zustand“ angesprochen worden, sagte Mäuerle. 

Bereits vor vier Jahren ging der Verein deshalb auf die Stadt zu. Doch erst unter Bürgermeister Falk Sluyterman kam im vergangenen Jahr Bewegung in die Sache. Zuvor war das Vorhaben nach ersten Überlegungen im Mai 2013 gestoppt worden, da der Umbau mit dem Cateringservice und dem Getränkeausschank kollidiert wäre und keine Ersatzflächen zur Verfügung standen. 

Das neu erarbeitete Konzept sah deshalb vor, das Getränkelager aus dem Erdgeschoss unters Dach zu verlegen und an seiner Stelle die Garderobe einzurichten, um Platz für das Künstlerzimmer im ersten Stock zu schaffen. Die Umbauarbeiten starteten im Mai und wurden im August abgeschlossen. 

In diesem Zug wurde auch ein Windfang mit automatischen Schiebetüren im Erdgeschoss eingebaut, der ein weiteres Ärgernis beseitigt. „Im Winter hat es bis in den Saal gezogen, wenn unten die Tür offen stand. Das ist jetzt vorbei“, sagte Thomas Ola vom Stadtbauamt. Außerdem sei der Eingang nun barrierefrei. Günstiger als gedacht 

Besonders freute Sluyterman, dass die eingeplanten Kosten von 52000 Euro um 8000 Euro unterschritten wurden. Nicht eingerechnet der Scheck, den Battenberg dem Stadtchef übergab: 2000 Euro als Spende fürs Künstlerzimmer.

Christoph Peters

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