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Neugegründete Müllinitiative in Schongau

Müllinitiative Schongau
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Statt sich zu ärgern, wollen zwei Schongauerinnen fortan in einer Müllinitiative anpacken. Die Stadt unterstützt das.
  • vonRasso Schorer
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Schongau – Andrea Hadenfeldt und Gabi Dippl wollen sich nicht länger über den Müll ärgern, der überall im Stadtgebiet zurückgelassen wird. Sie haben sich entschieden, bei ihren Spaziergängen in und um Schongau Handschuhe und eine Mülltüte dabei zu haben und den Müll einfach einzusammeln. Daraus ist nun eine Initiative entstanden, die Stadt unterstützt.

„Das gute Gefühl, das beim Blick auf den nun sauberen Platz entsteht, ist deutlich besser als der Ärger, den man vorher über den Müll empfunden hat“, finden Hadenfeldt und Dippl. Als „hochmotiviert“, schildert Zweite Bürgermeisterin Daniela Puzzovio, habe sie das Duo kennengelernt, das dabei einen Wunsch äußerte.

Die beiden Frauen wollten eine Müllinitiative gründen, um andere Bürger zu finden, die auch auf ihren Wegen den Müll einfach mitnehmen. „Ein paar Dinge gab es natürlich zu organisieren“, so Puzzovio: Wo geht der gesammelte Müll hin, könnte die Stadt Hilfsmittel wie Mülltüten und Handschuhe zur Verfügung stellen, wer ist Ansprechpartner?

Aufschluss gab ein Termin mit Bauhofleiter Guido Schneider und Alexander Erhard von der Stadtverwaltung. Der Bauhof fungiert als Ansprechpartner, dort werden nach Anmeldung Hilfsmittel wie Mülltüten oder Greifer ausgegeben und beim Ersttreffen auch über die Gefahren beim Müllsammeln aufgeklärt, die zum Beispiel beim Aufsammeln von Spritzen oder Glasscherben und in Straßennähe bestehen. Die Helfer erfahren dort außerdem, wo die Mülltüten hingebracht werden können oder was sie tun können, wenn es größere Mengen sind, die sie nicht selbst bewältigen können.

Auch in Peiting formiere sich solch eine Initiative, freut sich Puzzovio. „Gute Ideen verbreiten sich schnell.“ Inzwischen steht auch schon der Name für die Initiative in der Lechstadt fest: „Die Schongauer Erde atmet auf“.

Tonnen am Marienplatz

Auch bei einem anderen Müll-Thema gibt es Neuigkeiten: Wenn sich bei schönem Wochenendwetter die Menschen am Marienplatz tummeln, sind die Abfalleimer schnell übervoll, vor allem mit Verpackungen wie Pizzakartons, Dönerboxen und Bechern. Fortan wird übers Wochenende eine eigens gekennzeichnete Tonne für To-go-Müll aufgestellt. Die Gastronomen sind informiert und weisen ihre Kunden darauf hin. „Eine pragmatische Lösung und wir sind gespannt, wie sie angenommen wird“, so Puzzovio.

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