Neujahrsempfang in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne

Erstmals gemeinsam

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Blickte vor zahlreichen Gästen auf das neue Jahr voraus: der Leiter des Ausbildungsstützpunktes Luftlande/Lufttransport, Christian Schoebel (li.).

Altenstadt – Es ist ein Termin mit Tradition: Am vergangenen Donnerstag folgten zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Militär der Einladung zum Neujahrsempfang in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne. Der wartete mit einem Novum auf: Erstmals teilten sich die Fallschirmjäger die Gastgeberrolle mit dem ebenfalls in Altenstadt stationierten Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillon.

Für die zahlreichen Besucher bedeutete das, zu Beginn doppelt Hände zu schütteln. Erst Roland Pietzsch, Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillons, dann Christian Schoebel, Leiter des neuen Ausbildungsstützpunktes Luftlande/Luftransport.

Ersterem oblag es anschließend als Standortältestem, die Gäste namentlich zu begrüßen – angesichts der großen Zahl ein langwieriges Unterfangen, auf das er aber bewusst nicht habe verzichten wollen, wie Pietzsch erklärte. „Ich möchte damit Ihre Bedeutung als Partner und Förderer unserer Garnison herausstellen.“

Der Neujahrsempfang könne nur durchgeführt werden, weil „Sie durch gemeinsame Anstrengungen auf allen Ebenen gewährleistet haben, dass der Standort Altenstadt nicht nur erhalten wurde, sondern auch eine positive Zukunftsperspektive hat“, fügte der Kommandeur mit Blick auf die Entwicklungen seit der Strukturreform an.

Als letztes Mosaikstein wird am 1. Juli die derzeit noch in Füssen stationierte Zweite Kompanie des Bataillons in die Franz-Josef-Strauß-Kaserne verlegt. Zum Abschluss werde es eine Vereidigung in Altenstadt geben, voraussichtlich mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kündigte Pietzsch an.

Anschließend trat Schoebel ans Rednerpult. Nach dem Ende der Luftlande- und Lufttransportschule gehe es darum, die Ausbildung im Fallschirmsprung und Lufttransport unter neuem Namen, neuer Struktur und mit spürbar verringerten Personal „bruchfrei“ sicherzustellen, sagte der Leiter des Ausbildungsstützpunktes, der deshalb ein „herausforderndes und spannendes Jahr“ erwartet. Dabei werde auch noch so manche vorhandene Schwachstelle zu tage treten, gab er sich keinen Illusionen hin.

Die multinationale Ausbildung gewinne in Zeiten knapper Ressourcen weiter an Bedeutung, sagte Schoebel. Erstmals werde man heuer ein Ausbilderteam an die Schwesterschule in Pau schicken, um sich dort nach französischen Richtlinien als vollwertig integrierte Fallschirmsprung-Ausbilder qualifizieren zu lassen. Vorangetrieben werde auch die Integration niederländischer und israelischer Fallschirmjäger.

Während es für Pietzsch und Schoebel der erste Neujahrsempfang war, wohnte Mariella Ose ihm zum letzten Mal bei. Die „geschätzte und wertvolle Vorzimmerdame“ (Schoebel) verlässt den Standort in Richtung Bad Reichenhall – ihr Posten fiel der Umstrukturierung zum Opfer.

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