"Niklas" wütet im Altlandkreis Schongau

Sturm mit Folgen

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Für so manche Lastwagen und Autos mit Anhängern wurden die starken Windböen zum Verhängnis.

Landkreis – Was ein Sturm: Das Orkantief Niklas hat am Dienstag auch im Altlandkreis Schongau mächtig für Wirbel gesorgt. Polizei und Feuerwehr fuhren hunderte Einsätze. Eine Bilanz am Tag danach.

Ludwig Fernsemmer hat schon viel erlebt in seiner Feuerwehr-Karriere. Insofern heißt es schon etwas, wenn der Kreisbrandinspektor sagt: „Das war gewaltig.“ Um 14 Uhr war er am Dienstag nach Schongau geeilt, um eine von drei regionalen Einsatzstellen aufzubauen und so die zentrale Leitstelle zu entlasten. Zu diesem Zeitpunkt fuhren Feuerwehr und Polizei bereits pausenlos. Allein die Schongauer Wehr verbuchte am Ende des Tages 45 Einsätze.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, waren im Laufe des Dienstags nahezu 100 Bäume auf Fahrbahnen gestürzt. In Rottenbuch fiel ein Baum auf ein Haus, in vier Fällen stürzten Bäume auf Stromleitungen und in drei Fällen auf ein geparktes Auto. In der Schongauer Altstadt riss der Wind Dachziegel von den Häusern, weshalb einige Gehwege gesperrt werden mussten.

Orkantief "Niklas": Spur der Verwüstung

In Peiting wurde gar ein körperlich eingeschränkter Fußgänger von einer Windböe erfasst und zu Boden gerissen, wobei er sich schwer verletzte. Weitere drei Leichtverletzte gab es bei Verkehrsunfällen (der Kreisbote berichtete). Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf rund 40000 Euro. 

Ordentlich Spuren hat der Orkan auch im Stadtwald hinterlassen. „So einen Schaden hatten wir seit 25 Jahren nicht mehr“, stellte Stadtförster Klaus Thien am Mittwoch betroffen fest, nachdem er sich vor Ort ein Bild gemacht hatte. Vor allem Fichten zählen zu den Windopfern, sie liegen kreuz und quer auf den Wegen. Weil weitere Bäume umfallen könnten, warnt Thien davor, den Wald zu betreten. „Das ist lebensgefährlich.“ Nach Ostern will der Stadtförster mit den Aufräumarbeiten beginnen. „Ich hoffe, dass wir im Mai fertig werden.“

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