Bitterer Tag

SPD nur noch drittstärkste Fraktion im Peitinger Gemeinderat

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Die CSU schnitt am besten ab, gefolgt von der Bürgervereinigung. Die SPD landete nur noch auf Rang drei.

Peiting – Ein bitterer Tag war die Gemeinderatswahl am Sonntag für die Roten: Die SPD-Fraktion im Peitinger Marktgemeinderat ist auf fünf Sitze geschrumpft. Vor sechs Jahren waren es noch zehn Marktgemeinderäte. Allerdings sind schon in den letzten vier Jahren drei Räte aus der Fraktion ausgetreten. Alfred Jocher, Christian Lory und Alex Zila bilden seit letztem Jahr die Gruppe der Unabhängigen, und sie sind auch im neuen 24-köpfigen Marktgemeinderat wieder zu dritt vertreten.

Claudia Steindorf, die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins.

Künftig ist die SPD, die über viele Jahre mit Abstand die größte Fraktion im Gemeindeparlament war (von 2008 bis 2014 waren sogar elf Räte aus den Reihen von den Sozialdemokraten), nur noch die drittstärkste Gruppe. Die CSU hat einen Sitz eingebüßt, stellt aber ebenso wie die Bürgervereinigung, die zulegen konnte, sechs Mandatsträger.

Schade findet den Rückgang die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Claudia Steindorf. Es sei der Wunsch gewesen, wenigstens sieben Sitze zu halten. Auch Steindorf selbst, in der Liste auf Platz drei, verfehlte den Einzug – wenn auch knapp. Sie belegt nach der Auszählung Platz sechs und ist jetzt erste Nachrückerin.

Auffällig ist auf der SPD-Liste, dass nur Bürgermeisterkandidatin Annette Luckner (3.999) und Gunnar Prielmeier (4.228) Stimmenfänger waren. Zum Drittplatzierten hin, dem Fraktions­chef Herbert Salzmann, klafft eine große Lücke; er holte 2.079 Stimmen. Dahinter folgen Peter Gast und – als einziger Vertreter der jüngeren Generation – Tobias Eding.

Stimmenkönig

Als jüngster hatte Florian Deibler auf der CSU-Liste den Sprung in das Gremium geschafft. Er ist 22 Jahre. Mit Stefanie Wörnzhofer (33) und Claudia Immisch (37) ziehen auf dieser Liste zwei junge Frauen in den Gemeinderat ein. Stimmenkönig unter allen Gemeinderatskandidaten ist Peter Ostenrieder (5.864 Stimmen).

Einer von mehreren Gründen für den Rückgang bei der SPD ist, dass der bisherige Bürgermeister Michael Asam nicht mehr auf der Liste stand. Denn der holte bei früheren Urnengängen wie z.B. 2014 schon mal über 7.000 Stimmen, was nicht nur für Peiting, sondern auch für andere große Orte im Landkreis Weilheim-Schongau eine Besonderheit darstellte.

Neu vertreten im Marktgemeinderat ist die ÖDP. Sie erhält einen Sitz. Den wird Marion Gillinger einnehmen. Damit sind es ab Mai sechs Parteien und politische Gruppierungen. Das Gremium wird noch bunter. 

Marktgemeinderäte

CSU (sechs Sitze): Peter Ostenrieder, Norbert Merk, Michael Deibler, Stefanie Wörnzhofer, Claudia Immisch, Florian Deibler

Grüne (drei): Thomas Elste, Dr. med. Günter Franz, Susann Tabatabai-Schweizer

SPD (fünf): Gunnar Prielmeier, Annette Luckner, Herbert Salzmann, Peter Gast, Tobias Eding

Bürgervereinigung (sechs): Andreas Schmid, Franz Seidel, Hermann Mödl, Andreas Barnsteiner, Hans Schleich, Josef Stellmaier

ÖDP (einer): Marion Gillinger

Unabhängige Peitinger (drei): Christian Lory, Alex Zila, Alfred Jocher

jj

Noch nicht entschieden ist die Wahl des Bürgermeisters. Diese entscheidet sich zwischen Peter Ostenrieder (CSU) und Annette Luckner (SPD).

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