Revisionsschließzeit vorgezogen

Plantsch-Öffnung wäre Ende Juli möglich

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Das Plantsch zieht seine Revisionsschließzeit vor. Grund dafür ist auch hier Corona.

Schongau – Aufgrund der lang­anhaltenden Planungsunsicherheit während der Corona­krise habe man sich dazu entschlossen, die für den Herbst geplante achtwöchige Revisionsschließzeit im Plantsch vorzuverlegen. Das teilte Geschäftsführer Andreas Kosian am Dienstag dem Stadtrat mit.

Da momentan niemand gesicherte Auskünfte darüber geben könne, wie lange Bäder und Saunen aus Infektionsschutzgründen den Betrieb einstellen müssen, jedoch die Beschlusslage zum Durchführungsverbot von Großveranstaltungen bis August vermuten lasse, dass Schwimmbäder ebenfalls nicht vor den großen Sommerferien wieder in Betrieb gehen können, habe man sich zu diesem Schritt entschlossen, erklärten Kosian sowie Bürgermeister Falk Sluyterman. Dies bedeutet, dass das Plantsch voraussichtlich bis Ende Juli 2020 komplett geschlossen bleiben wird.

Sofern die politische Beschlusslage es erlaubt, könnte dann aber mit Beginn der Sommerferien ein ununterbrochener Betrieb bis zum Herbst 2021 durchgeführt werden. „Ohne diese Maßnahme würden wir Gefahr laufen, nach der monatelangen Schließzeit in diesem Sommer kurz nach einer möglichen Wiederöffnung direkt wieder für zwei Monate schließen zu müssen“, so der Plantsch-Geschäftsführer.

Durch das Vorziehen aller für den Herbst bereits seit langem fest geplanten und bestellten Maßnahmen und Materialien zur Erneuerung der Badewassertechnik im Plantsch könne der wirtschaftliche Schaden um einen deutlich sechsstelligen Betrag verringert und gleichzeitig die mögliche Badezeit im Jahr 2020 im Idealfall deutlich verlängert werden. Eine Öffnung des Saunalandes vor Ende Juli sei im Falle, dass amtlicherseits hierfür eine Erlaubnis erteilt wird, denkbar, müsse aber gegebenenfalls noch separat geprüft werden. Eine Öffnung des Freibades und der Badewelt vor Ende Juli ist aufgrund der umfangreichen Maßnahmen im Bereich der Badewassertechnik jedoch auch dann ausgeschlossen, wenn unerwarteterweise doch noch eine Betriebserlaubnis vor Ende Juli erteilt werden würde.

Die aktuelle Schließzeit wurde und wird weiterhin für umfangreiche Reparatur- und Verschönerungsmaßnahmen sowie den Einbau einer neuen Attraktion in der Badewelt genutzt, die bereits vor der Coronakrise bestellt wurde. Sofort mit der Wiedereröffnung der Badewelt steht den Gästen künftig die bereits fertiggestellte, neue Infrarot-Saunagrotte in der großen Schwimmhalle zur Verfügung.

Die Erneuerung der Großwasserrutsche kann nicht wie geplant noch im Jahr 2020 durchgeführt werden und muss ins nächste Jahr verschoben werden (lesen Sie dazu auch Seite 4). Da bereits Fördergelder bewilligt sind wird das Projekt aber auch in der Krise voraussichtlich weiter verfolgt und im Idealfall im Frühjahr 2021 umgesetzt.

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