Neue Attraktionen

Ein Volksfest für alle

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Ziert in wenigen Wochen das Schongauer Straßenbild: Das Plakat zum nahenden Volksfest, hier präsentiert von Schausteller Ronny Grubart (li.) und Bürgermeister Falk Sluyterman.

Schongau – Einen Spagat zwischen Spektakel und Gemütlichkeit, zwischen höher-schneller-weiter und Tradition will Ronny Grubart wagen. Der Schausteller aus Isny zeichnet auch in diesem Jahr für die Organisation des Schongauer Volksfests verantwortlich, das vom 7. bis 11. September die dritte Auflage seit seiner Auferstehung gibt. Die Stärken, mit denen Grubart für fünf erfolgreiche Tage sorgen will: ein beinahe ganztägiges Programm auf dem gesamten Areal und ein prall besetzter Vergnügungspark.

Klotzen, nicht kleckern, will Grubart mit dem Vergnügungspark, den er im September auf dem Volksfestplatz auffahren wird. Absolutes Flaggschiff neben Klassikern wie Auto-Scooter und Karussell soll die Silberminen-Achterbahn sein. Die sei „Spitzenklasse für eine Kleinstadt wie Schongau“.

Grubarts Anliegen ist klar: Unter dem diesjährigen Motto „#igfreimidrauf“ will der Macher des wiederbelebten Volksfests sämtliche Gesellschaftsschichten anlocken. „Es soll ein Fest für alle sein“, macht der Schausteller klar. Vor allem mit dem bisherigen Fokus auf Familientauglichkeit sei man gut gefahren. Neben dem Herzstück, dem 1 250 Plätze bietenden Festzelt mit angrenzendem Biergarten, gelte es deshalb, weitere Attraktionen auch für die Jüngeren zu schaffen. Ein reizvoller Vergnügungspark sei da ein wichtiger Baustein.

Volles Programm

Dazu beitragen, den ganzen Tag für Leben auf dem Areal zu sorgen, soll auch das breit gefächerte Rahmenprogramm: Feuershow, Mitmachzirkus, Bayern-Olympiade, Flohmarkt und einige Punkte mehr hat Grubart angesetzt, um für Publikumsverkehr zwischen 12 und 23 Uhr zu sorgen. Am Freitagabend markiere ein großes Brillantfeuerwerk eines der großen Highlights. Ein ermäßigter Mittagstisch am Donnerstag und Montag soll die hungrigen Arbeitnehmer der Lechstadt ins Zelt locken.

„Abends waren wir in den letzten beiden Jahren ganz gut besucht“, freut sich der Mann aus Isny, Schausteller in fünfter Generation. „Tagsüber war es bisher aber eher schwierig.“

„Die Schongauer lassen sich schon motivieren“, hofft Bürgermeister Falk Sluyterman. Ihn nennt Grubart als wichtigen Beweggrund, weiter einige Mühen in den Standort Schongau zu investieren. „Wir fühlen uns super-wohl und spüren, dass die Stadt unsere Ideen immer unterstützt.“

Mehr Zulauf sei indes seitens der Vereine und Unternehmen wünschenswert. Der Festeinzug sei zuletzt eher mau ausgefallen, diesmal hoffe man auf Besserung. „Zu einem bayerischen Volksfest gehören die Vereine einfach dazu.“ Mit Freimarken will Grubart derweil nicht ködern. Hoffnung setzt er auch in den neu aufgelegten Tag der Betriebe, der am Freitag steigt. Die bisherige Resonanz sei vielversprechend.

„Es ist ein ständiges Ausprobieren“, berichtet Grubart von seinen Eindrücken in Schongau. „Manchen Angebote schlagen ein, manche nicht – das ist okay.“ So sei der Shuttle-Bus-Service im letzten Jahr kaum gefragt gewesen; ein Draufzahlgeschäft, das diesmal flach fällt. Bei aller Experimentierfreude – auf eines will der Schausteller auch weiterhin verzichten: „Wir brauchen keine Mallorca-Stars und keine Schnapsbar.“

Hohes Gut Gemütlichkeit

Atmosphäre und Gemütlichkeit stünden im Zelt, in dem Max Diegruber, Chef der Blauen Traube, erneut als Festwirt fungiert, im Vordergrund. „Dass es in den beiden vergangenen Jahren keinen einzigen Vorfall, keine einzige Schlägerei, keinen einzigen Ärger mit Betrunkenen gab, spricht für uns.“ Ein Konzept, dem auch Sluyterman einiges abgewinnen kann: „Grubart ist ein Profi, der kann das.“ Das Programm des diesjährigen Volksfests sei eines „der Superlative“.

ras

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