Bauarbeiten an Hohenpeißenberger Umgehung schreiten voran – Ortstermin mit Dobrindt

Freie Fahrt ab Ende 2016

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Fototermin mit dem Bundesverkehrsminister an der künftigen Anschlussstelle „Hohenpeißenberg-West“: V.li. Sven Maertz, Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Weilheim, Gerlinde Rasch, Zweite Bürgermeisterin Hohenpeißenberg, Peter Erhard, CSU-Kreisrat und Bürgermeister von Böbing, MdL Harald Kühn, Minister Alexander Dobrindt, Thomas Dorsch, Bürgermeister von Hohenpeißenberg und Michael Kordon, Leiter des Staatliches Bauamts.

Hohenpeißenberg – Die Bauarbeiten an der Hohenpeißenberger Ortsumfahrung befinden sich – endlich - auf der Zielgeraden. Wie bei einem offiziellen Besichtigungstermin mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zu erfahren war, soll das 5,2 Kilometer lange Teilstück der B 472 Ende 2016 für den Verkehr frei gegeben werden: Die Terminplanung, so hieß es, sei zwar „sportlich“, angesichts des Baufortschritts aber durchaus realistisch.

Es wird ja auch langsam Zeit: Bereits seit dem Jahr 2009 laufen die Bauarbeiten an der überwiegend dreispurig geplanten Trasse. Anfangs noch wurde 2013 als Fertigstellungstermin genannt. Doch unter anderem der unerwartete Hangrutsch im Bereich Hohenwart und die schwierigen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn wegen des Baus der beiden Eisenbahnbrücken verzögerten das rund 34 Millionen Euro teure Projekt.

Inzwischen laufen die Bauarbeiten aber planmäßig: Derzeit wird schwerpunktmäßig an der künftigen Anschlussstelle „Hohenpeißenberg-West“ gewerkelt. „Es geht was weiter“, konstatierte Michael Kordon, der Leiter des Staatlichen Bauamts in Weilheim, am vergangenen Montag bei der Baustellenbesichtigung – und auch dessen „Chef“ äußerte sich zufrieden über die Fortschritte: „Die Bauarbeiten haben sich sehr positiv entwickelt. Wir freuen uns alle auf die Eröffnung“, erklärte Bundesverkehrsminister Dobrindt.

Der Minister sprach von „einer der bedeutsamsten Baumaßnahmen in der Region“, die mehr Verkehrssicherheit auf der B 472 sowie für Hohenpeißenberg eine Entlastungswirkung von rund 70 Prozent bringen würde.

Im Rigi-Ort wartet man denn auch mit „Sehnsucht“ auf den Eröffnungstermin für die Umfahrung, wie Bürgermeister Thomas Dorsch betonte: „Mein Schlafzimmerfenster liegt zwei Meter von der Hauptstraße weg. Wenn es nach den Immissionsschutzrichtlinien des Landkreises ginge, dann hätte ich dort gar nicht aufwachsen dürfen“, scherzte der Rathauschef. Schon jetzt plant man in Hohenpeißenberg eifrig für die Zeit nach der Eröffnung der Umgehung und für die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt.

Bis Ende 2016 hat das Staatliche Bauamt aber noch viel Arbeit vor sich, unter anderem müssen die Erdarbeiten zwischen den beiden Eisenbahnbrücken über die Bühne gebracht und die Altlasten im ehemaligen Bergwerksgelände beseitigt werden.

Das Staatliche Bauamt gehört laut Dobrindt zu den „meistbeanspruchten Straßenbaubehörden in Bayern“ – „und wir werden weiter für Auslastung sorgen“, kündigte der Minister an. Ob er damit die geplanten Umfahrungen von Weilheim und Huglfing gemeint hat? Laut Dobrindt sei derzeit für beide Projekte im Rahmen der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans eine Wirtschaftlichkeitsüberprüfung im Gange, deren Ergebnisse vermutlich bis Oktober vorliegen würden. „Es gibt noch keine Erkenntnisse, aber ich habe keinen Zweifel, dass die Bewertung positiv sein wird“, erklärte Dobrindt.

Ob die beiden Projekte eine Einstufung in den „vordringlichen Bedarf“ erhalten, werde dann voraussichtlich bis Ende des Jahres feststehen. Schon jetzt sei aber klar, dass das finanzielle Gesamtvolumen für den neuen, bis 2030 gültigen Verkehrswegeplan aufgestockt werde.

Von Bernhard Jepsen

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