Stadtrat muss noch zustimmen

Parken am Lido: Tagesticket soll acht Euro kosten

Bei schönem Wetter ist häufig kein Durchkommen am Schongauer Lido – Parkgebühren und Halteverbote sollen nun Abhilfe schaffen.
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Bei schönem Wetter ist häufig kein Durchkommen am Schongauer Lido – Parkgebühren und Halteverbote sollen nun Abhilfe schaffen.
  • Astrid Neumann
    VonAstrid Neumann
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Schongau – Die Parkraumbewirtschaftung am Lido hatte der Bauausschuss bereits in seiner Sitzung im Mai beschlossen (wir berichteten). Nun ging es an die Details wie beispielsweise auch die Gebühren.

Als eine der schönsten Stellen Schongaus bezeichnete Bürgermeister Falk Sluyterman den Lido. Nichtsdestotrotz eine, die gerade in den Sommermonaten auch Probleme mit sich bringt. Viel diskutiert wurde hier vor allem die Parksituation. Problematisch ist hier vor allem die zugeparkte Lechuferstraße. „Die Rettungsfahrzeuge müssen durchkommen“, so das Stadtoberhaupt in der Bauausschusssitzung am vergangenen Dienstag. „Wir sind gezwungen zu handeln, die Sicherheit steht im Vordergrund.“

Ein Grundsatzbeschluss zur Parkraumbewirtschaftung am Parkplatz zum Lido und am Wanderparkplatz an der Staustufe ist bereits in der letzten Sitzung gefallen. Am Dienstag ging es nun um die Details wie Parkgebühren und Zeitraum.

Erst Handy-Parken

Auf die Rettungswege verwies auch Bauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus. Die vorgesehenen Parkscheinautomaten könnten allerdings erst in rund zehn Wochen geliefert werden. Da das erst Mitte August wäre, schlug Blockhaus vor, in der Zwischenzeit auf Handy-Parken, wie es bereits in der Altstadt erfolgreich praktiziert werde, zu setzen.

Für Bürger, die kein Mobiltelefon haben oder dessen Nutzung ablehnen, schlug er nummerierte Parktickets vor, die während der Öffnungszeiten der Tourist-Info und gegebenenfalls auch im Bootshaus Restaurant im Voraus erworben werden können. Für die Nutzung ist dann der Gültigkeitstag einzutragen und der Parkschein im Auto zu platzieren.

Als Zeitraum für die Bewirtschaftung wurde zwischen dem 15. Mai und dem 15. September vorgeschlagen. Außerdem soll in der Lechuferstraße Richtung Colmarer Straße ein absolutes Halteverbot eingeführt werden. Richtung Plantsch soll das Parken am rechten Fahrbahnrand durch Sperrflächen eingeschränkt werden. Überwacht werde das Parken von der Kommunalen Verkehrsüberwachung, die Halteverbote von der Polizeiinspektion Schongau, so Sluyterman. Zu all diesen Punkten hatte das Gremium keine Einwände.

Bis zu acht Euro

Etwas anders bei der Gebühr. Hier soll für das Abstellen eines Pkw zwischen 10 und 18 Uhr eine Parkgebühr von zwei Euro pro Stunde und maximal acht Euro für ein Tagesticket erhoben werden. „Das kommt mir sehr viel vor“, meinte Thomas Schleich (CSU) zum Tagesticket. Man habe sich dabei am Wohnmobil-Parkplatz orientiert, war die Antwort von Bürgermeister Sluyterman. Zudem wolle man ja auch die Bereitschaft fördern, das Auto stehen zu lassen.

Das Konzept, die Zeiten und auch die Gebühren fand Stephan Hild (UWV) passend. Jedoch müsse man vermutlich eh nachjustieren. „Wir müssen heuer mal beobachten, wohin sich das Parken verschiebt“, so Hild. Der Bauausschuss sprach sich letztendlich aber einstimmig dafür aus, die vorgeschlagene Gebührenregelung so dem Stadtrat zu empfehlen. Dieser muss dann endgültig darüber entscheiden.

Thema Stadtbus

Erneut diskutiert wurde diesbezüglich aber der Stadtbus. Er habe diesbezüglich schon mit Simon Greinwald, Geschäftsführer von Enzian Bustouristik, gesprochen und war auch vor Ort, so Bürgermeister Falk Sluyterman. „Die Colmarer Straße ist mit der Flotte nicht befahrbar“, so das Ergebnis. Ein Shuttle-Service wäre noch eine Option, so das Stadtoberhaupt.

Vielleicht ergebe sich ja auch etwas aus dem nun neu eingeführten Lechfloß-Shuttle, so Kornelia Funke (CSU). „Die Strecke wäre wichtig und sinnvoll“, so Bettina Buresch (Grüne). Sie schlug vor, auf „handlichere“ Fahrzeuge zurückzugreifen.

Radl-Ständer

Voran geht es hingegen bei den geplanten Fahrrad-Abstell­anlagen. Diese seien in Vorbereitung und würden in der nächsten Woche geliefert, so Blockhaus. Dabei handele es sich um die gleichen wie beispielsweise bei Gustav Klein beziehungsweise an Schulzentrum, antwortete der Bauamtsmitarbeiter auf die Nachfrage Funkes. Sie sind anthrazit-farben und würden so naturbelassen wie möglich angebracht werden.

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