Parkplätze statt Brachfläche

Das brach liegende Gelände an der Bahnhofstraße soll bald zum Parkplatz werden. Foto: Peters

Parkplätze in der Innenstadt sind ein hohes Gut, denn wer hier parkt, ist meist direkt am Ziel. Das ist auch in der Schongauer Altstadt nicht anders. Damit nicht Dauerparker die wertvollen Stellplätze von früh bis spät belegen, muss für die meisten Parkplätze innerhalb der Stadtmauer längst eine Parkgebühr gezahlt werden. Für jene, die in der Altstadt arbeiten, ist das eine teure Angelegenheit. Schon vor einem Jahr präsentierte die Stadt daher Pläne für neue, altstadtnahe Parkplätze. Statt allerdings wie damals angedacht am Feuerwehrhaus könnten diese nun überraschenderweise am Buchenweg entstehen, wie in der jüngsten Bauausschusssitzung bekannt wurde.

Ursprünglich hatte Leo Achmüller vom gleichnamigen Ingenieurbüro, der im vergangenen Jahr das Parkraumkonzept für die Stadt Schongau erstellt hatte, das Gelände im Bereich der Feuerwehr für weitere Parkplätze favorisiert, da sich der Grund dort im Besitz der Stadt Schongau befindet. Das freie Grundstück an der Bahnhofstraße in Parkplätze umzuwandeln käme dagegen deutlich teurer, da es sich im Besitz der Firma Höfler befindet, hieß es damals. Doch mittlerweile ist man sich da nicht mehr so sicher. So würden 43 neue Parkplätze auf dem Gelände der Feuerwehr satte 320000 Euro kosten, berichtete Stadtbaumeister Ulrich Knecht den Mitgliedern des Bauausschusses, womit sich die Kosten pro Stellplatz auf über 7000 Euro beliefen. Am Buchenweg würden diese dagegen nur rund 2300 Euro betragen – allerdings ohne den Kaufpreis für das Grundstück. „Insgesamt kämen wir wohl auf eine Summe zwischen 5300 und 6500 Euro und wären damit immer noch billiger als auf dem Feuerwehrareal“, schätzte Knecht. Dass man bei der Stadt überhaupt das Grundstücksgeschäft näher ins Auge fasst, liegt auch an Höfler. Die Firma hatte sich Anfang April von sich aus mit dem Vorschlag an die Stadt gewandt, die Fläche für einen Parkplatz zur Verfügung zu stellen. Selbst mehrere Varianten, wie die Stellplätze aussehen könnten, reichte Höfler ein. Zwischen 74 und 80 Parkplätze könnten demnach bald am Buchenweg zur Verfügung stehen. Achmüller, der seinerzeit das Grundstück ebenfalls untersucht hatte, war noch auf maximal 64 Stellplätze gekommen. Kopfzerbrechen bereiteten Knecht nur die Kosten. Denn während bei Stellplätzen auf dem Feuerwehrareal die Städtebauförderung voll zum Tragen kommen würde, hätte man am Buchenweg deutlich weniger Zuschüsse zu erwartem, da sich die Förderung nicht auf den Grunderwerb erstrecke, warnte er. Allerdings brachte der Stadtbaumeister noch eine andere Möglichkeit ins Spiel. Er erinnerte an ein Gutachten des MVV von 2008, das einen Bedarf von 40 bis 60 Park-and-Ride-Plätzen für Schongau festgestellt habe. „Dafür würde es eine hohe Förderung von bis zu 80 Prozent geben – einschließlich des Grundstückskaufs.“ Einziges Problem könnte dabei die Entfernung zum Bahnhof sein. „Aber mit 150 Metern sind wir im Vergleich mit anderen Städten nicht weit weg. Ich denke, wir sollten das angehen.“ Die Mitglieder des Bauausschusses sahen das genauso. Als nächstes muss nun die Kämmerei den Grundstückspreis verhandeln. Sollte das Geschäft wunschgemäß über die Bühne gehen, folgt anschließend die genaue Gestaltung, ehe der Stadtrat das letzte Wort hat.

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