Parkraumkonzept

Die beiden Zonen stehen fest

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Mit Buchstaben sind jene Bereiche markiert, an denen Anwohnerparkausweise künftig tagsüber nicht mehr gelten.

Schongau – Peu à peu nimmt das neue Parkraumkonzept für die Schongauer Altstadt Gestalt an. In der jüngsten Stadtratssitzung ging es um die künftigen Zonen und darum, wo Anwohner künftig stehen dürfen und wo nicht. Über die Gebühren will das Gremium erst nach der Sommerpause entscheiden.

Wie berichtetet soll es in der Altstadt künftig nur noch zwei statt aktuell acht Zonen geben, in denen eine Stunde kostenlos geparkt werden darf. In Zone 1 ist damit auch die Höchstparkdauer erreicht, während in Zone 2 gegen entsprechende Gebühr auch länger geparkt werden kann. Unklar war bisher, in welchen Bereichen welche Zone gelten soll. Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt, die das Projekt Parkraumkonzept federführend betreut, schlug jetzt im Stadtrat folgende Regelung vor:

Zur Zone 1 werden die Münzstraße südlich der Friedhofstraße, die Weinstraße, die Lechtorstraße, der Marienplatz, sowie Teile der Kirchen- und der Christophstraße. Hier sei aufgrund der dort angesiedelten Geschäfte eine hohe Frequenz nötig, begründete Voigt. Insgesamt umfasst die Zone 1 damit 178 Parkplätze. Die übrigen 417 Stellplätze werden zur Zone 2.

Während Anwohner in letzterer unbeschränkt stehen können, soll es in Zone 1 Bereiche geben, in denen Parkausweise keine Gültigkeit haben. Dies betreffe vor allem Parkplätze, die in der Nähe von Nahversorgern liegen, erklärte Voigt. Nicht mehr parken dürfen Anwohner demnach etwa im mittleren Bereich der südlichen Münzstraße, in der Christophstraße und westlichen Weinstraße bei Einzinger und vor Naturkost Pfifferling, in der östlichen Weinstraße vor Blumen Pröbstl, am Marienplatz, in der Lechtorstraße gegenüber Leder Wieser. Insgesamt sind 70 Parkplätze von der neuen Regelung betroffen. Bisher gab es in der Altstadt 28 Stellplätze, die Anwohner nicht nutzen durften. Gelten sollen die Einschränkungen werktags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr.

Kritik kam aus den Reihen der ALS. Zwar hatte Nina Konstantin bei der Grundsatzentscheidung für das Zwei-Zonen-Konzept und die damit verbundenen Parkdauern gestimmt. Doch jetzt sah sie ein Problem darin, dass in Zone 2 quasi gegen Gebühr unbeschränkt geparkt werden darf und plädierte für eine Höchstdauer von zwei Stunden. „Wer es sich leisten will, kann sonst den ganzen Tag am Schaeggerplatz oder in der Christophstraße stehen.“ Ähnlich sah es Siegfried Müller. „Die Botschaft ist jetzt: Kommt alle mit dem Auto in die Stadt.“

Michael Eberle (CSU) sprach dagegen von einem „ausgewogenen Verhältnis“. Sein Fraktionskollege Helmut Hunger erinnerte daran, dass man nach ersten Erfahrungen nachsteuern könne. Stephan Hild (UWV) konnte Müllers Bedenken verstehen. „Das müssen wir dann übers Gebührenmodell steuern.“ Mit 14:4-Stimmen folgte das Gremium Voigts Vorschlag.

Parkschein statt Parkscheibe

Wie teuer das Parken in der Altstadt künftig sein wird, darüber wird der Stadtrat nach der Sommerpause beraten. Fest steht dagegen bereits, dass die Zeit der Parkscheibe gezählt ist. Mit 14:4-Stimmen entschieden die Stadträte, dass in beiden Zonen nur noch Parkscheine oder das Handyparken als Nachweis zum Einsatz kommen, um Missbrauch zu vermeiden. Einzige Ausnahme: Wer nur kurz zum Bäcker will, kann auch in Zukunft auf ein Parkticket verzichten. „Wir haben mit der Verkehrsüberwachung vereinbart, dass elf Minuten lang gehalten werden darf, ohne dass man aufgeschrieben wird“, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman.

Christoph Peters

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