Höhere Zuschüsse für Musik in Peiting

Signal fürs Ensemble

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Ein Beispiel für die Ensemblearbeit: Die Gruppe „Kind of Black“ mit dem Peitinger Musiklehrer Thomas Härtel (hinten links), hier bei einem Auftritt im Kulze in Schwabniederhofen.

Peiting – Bei dieser Entscheidung war kein Misston zu hören; sie erfolgte vielmehr einstimmig und in voller Harmonie: Der Markt Peiting gewährt dem Förderverein Musik in Peiting ab dem Jahr 2019 einen höheren Zuschuss. Die 16.000 Euro sind insbesondere für die Ensembles gedacht, wo sich knapp die Hälfte der gut 200 Musikschüler einbringt.

Gleich bleibt der finanzielle Aufwand für die Stelle des Koordinators. Dieser Zuschuss aus der Marktkasse macht 13.000 Euro aus und wurde erstmals im vergangenen Jahr ausbezahlt.

In einem Antrag an die Marktgemeinde informierte der neu gewählte Vereinsvorsitzende Alexander Schnackenberg, dass die Kosten für Ensembleunterricht in den letzten Jahren stark gestiegen seien. Sie könnten aus eigenen Mitteln nicht mehr bestritten werden. Eine Möglichkeit der Finanzierung hat der Förderverein nicht. Andernfalls müssten Stunden im Musikunterricht gekürzt werden.

Bestandteil des Beschlusses ist, dass die 16.000 Euro jährlich bis zum Jahr 2022 gewährt werden. Der Rechnungsprüfungsausschuss entscheidet ab 2023, ob die finanzielle Unterstützung auch danach fortgeführt werden kann.

Der Vorsitzende von Musik in Peiting, Alexander Schnackenberg, der im Herbst 2017 die Nachfolge des verstorbenen Dr. Hans Piehler antrat, nannte die Ensemblearbeit, die schon im Kindesalter einsetze, als durchaus „ausbaufähig“. Wichtig sei mit der Erhöhung des Zuschusses auch das Signal des Gemeinderates, mit dem man die Lehrer, die meist in Teilzeit in Peiting sind und auch woanders unterrichten, an den Ort binden könne.

Bürgermeister Michael Asam stellte zu Musik in Peiting fest: „Das hat sich in den letzten Jahren gut etabliert.“ Asam, der zweiter Vorsitzender im Verein ist, ergänzte noch die Bemerkung, er habe einen „Schub in der Zusammengehörigkeit“ erkennen können.

Koordinator Andreas Fuchs antwortete auf Nachfrage Hermann Mödls, dass die Ensembles in verschiedenen Räumen Peitings proben, z.B. in Räumen der katholischen Pfarrei, aber auch privat zu Hause bei den Musiklehrern. Klaus Hardt – der Gemeinderat singt selbst im Chor der Stadt Schongau – erkannte: „Wir kommen langsam wieder auf die Kosten hin wie damals.“ Damit meinte er die Zeit vor 2003, als die städtische Musikschule Schongau in einen Verein überführt wurde und sich Peiting abgetrennt hatte.

Der Zuschuss der Marktgemeinde zur Finanzierung der Schongauer Musikschule betrug vor 16 Jahren genau 38.800 Euro. Zum Vergleich: Ab dem Jahr 2019 sind es bei Musik in Peiting 16.000 Euro für Ensembles plus 13.000 Euro für die Koordination/Verwaltung, also knapp 30.000 Euro. 

Johannes Jais

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