Solarstrompreis für Peiting

"Weiter so!" ist die Devise

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Peiting heimste schon wieder den Solarstrompreis der Bürgerstiftung Energiewende Oberland ein: Solarfachberater Manfred Zäh (links) und zweiter Vorstand Hans Mummert (rechts) überreichten Urkunde und Modell-Rennauto stellvertretend an Bürgermeister Michael Asam.

Peiting – Seit sechs Jahren ist Peiting vorne mit dabei, wenn es um die Nutzung von Solarstrom geht. Auch für 2016 erhält die Marktgemeinde erneut den 3. Platz des Solarstrompreises, der von der Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO) verliehen wird. Der erste Platz ging nach Geretsried, der zweite nach Holzkirchen.

Nach einem ersten Preis 2010, einem dritten 2011 und einem zweiten Platz 2015, kann sich Peiting erneut über den Solarstrompreis freuen. Dieser wird von der Bürgerstiftung jedes Jahr für den stärksten Zubau an Photovoltaik verliehen. Mit rund 1.200 Kilowatt-Peak (kWp) hat sich Geretsried den ersten Platz gesichert. Knapp vor Peiting landete Holzkirchen mit rund 311 kWp, die Marktgemeinde brachte es auf rund 306 kWp Zubau.

„Weiter so!“, sagte zweiter Vorstand der Bürgerstiftung Hans Mummert bei der Verleihung des Preises am vergangenen Donnerstag im Rathaus. Für Bürgermeister Michael Asam eine klare Sache: „Da könnt Ihr sicher sein.“ Immerhin stehe die ganze Gemeinde und auch der Marktgemeinderat voll dahinter. Fast 700 Photovoltaik-Anlagen gibt es im Gemeindegebiet Peiting. Der Sieger Geretsried hingegen kommt nur auf etwa 350 – trotz wesentlich mehr Einwohner.

Bei einem jährlichen Stromverbrauch von 48 Gigawattstunden im gesamten Gemeindegebiet werde durch Solarstrom bereits ein Anteil von 17 Prozent gedeckt, so EWO-Solarfachberater Manfred Zäh. Die größte Anlage mit knapp 100 Kilowatt an Leistung befindet sich auf dem V-Markt. Sonst gibt es im Gemeindegebiet fast nur drei bis sieben kW-Anlagen. Dabei handelt es sich wohl um Privatleute, mutmaßt Zäh. Zählt man nur die Privathaushalte und lässt die Betriebe bei der Rechnung beiseite, käme man sogar auf eine Deckung von 57 Prozent beim jährlichen Strombedarf durch Solar. Das wiederum bedeute eine CO2-Vermeidung von ungefähr 5.500 Tonnen. Dazu kommt in Peiting auch noch die Energiegewinnung durch Wind und Biogas hinzu.

Neben der Urkunde gab es auch dieses Mal wieder ein besonderes Geschenk zum Preis dazu: Nachdem die Gemeinde schon drei Mal auf den vorderen Rängen vertreten war, hat sie bereits drei solarbetriebene kleine Modell-Hubschrauber im Schrank. Für dieses Jahr hat sich die Bürgerstiftung nun etwas Neues einfallen lassen: ein – ebenfalls solarbetriebenes – Rennauto. Das gab beim Fototermin vor dem Rathaus dann auch gleich ordentlich Gas.

Astrid Neumann

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