Interkommunales Thema?

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Dutzende Lkws fahren täglich zur Papierfabrik. Die Zufahrt gilt dabei als Nadelöhr. Immer wieder wird deshalb über eine eigene Anbindung an die Umgehung diskutiert.

Peiting – Es sei zwar kein „direktes Peitinger Thema“; aber die Marktgemeinde sei davon massiv betroffen: So äußert sich Bürgermeister Michael Asam zu der Verkehrsbelastung im Zusammenhang mit dem UPM-Werk in Schongau. Dies sei, so der Rathauschef am Dienstag im Gemeinderat, ein typisches Anliegen für die interkommunale Zusammenarbeit der Kommunen Altenstadt, Schongau und Peiting.

Um eine Verbesserung zu erzielen, sei es nicht damit getan, „ein Haus abzureißen“, kommentierte der Bürgermeister, der das Thema unter dem Punkt „Wünsche und Anträge“ aufs Tapet brachte. Damit bezog sich Asam auf Überlegungen in Schongau, die Zufahrt zur Papierfabrik an der Peitinger Straße großzügiger zu gestalten.

In der öffentlichen Diskussion kommt regelmäßig der Vorschlag, für das UPM-Werk in Schongau eine eigene Anbindung zur Umgehung zu schaffen. Diese würde von der Papierfabrik durch den Doswald Richtung Süden führen und dann auf Peitinger Flur nach Osten schwenken, wo die Anbindung an der Auffahrt Peiting-West erfolgen könne.

Interkommunal oder doch nicht?

Während Asam dafür plädierte, sich damit interkommunal zu befassen und „ruhig eine Fülle an Vorschlägen“ zu sammeln – Vize Franz Seidel (BVP) sah dies genauso – vertrat CSU-Fraktionssprecher Peter Ostenrieder eine andere Meinung. Man müsse zunächst darüber reden, welche Lösung man in Peiting wolle. Das könne man im Gemeinderat als eigenen Punkt auf eine Sitzung nehmen; dazu bedürfe es keiner mehrtägigen Klausur.

Auch Herwig Skalitza (CSU) plädierte dafür, zunächst eine mehrheitliche Meinung im Peitinger Marktgemeinderat herauszuschälen und dann mit dieser Ansage an die Schongauer und Altenstadter heranzutreten. Herbert Salzmann (SPD) hinterfragte freilich, ob man da im Peitinger Gremium zu einer einheitlichen Meinung komme. „Da bin ich mir nicht so sicher“, hegte er Zweifel.

Andreas Barnsteiner (BVP) hatte dafür nur die Worte übrig: „Jetzt sind wir soweit wie vor 30 Jahren.“ Damit ist die Zeit gemeint, als vor Baubeginn für die Umgehung Schongau/Peiting heftig darum gerungen wurde, ob sie als Osttrasse oder als Westtrasse ausgeführt wird. Mit einer Osttrasse hätte man die Anbindung der Papierfabrik effizient erreichen können, ohne dass Schongau und auch Peiting so wie jetzt vom Schwerlastverkehr betroffen wären.

Norbert Merk (CSU) machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass es eine Route in Peiting gebe, „die definitiv keine Gemeindestraße“ sei, nämlich die frühere B17 von der Auffahrt zur Umgehung bei Kurzenried bis zum Loamer Stichl an der Grenze zu Schongau.

jj

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