Raus aus der "Bredouille"

Neue Sozialwohnungen an der Föhrenstraße offiziell übergeben

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Die elf neuen Sozialwohnungen an der Föhrenstraße wurden am Freitag offiziell übergeben: Aco Evtimov, Fatema Abodahab, Renate Hagel-Kräutle (Regierung von Oberbayern), Bürgermeister Michael Asam, Peter Aumann (Staatliches Bauamt Weilheim) und Klaus Plenk (Baufirma) (v. links).

Peiting – Genau ein Jahr nach den ersten Erd- und Gründungsarbeiten am 15. Mai 2017 sollen die elf neuen Sozialwohnungen an der Peitinger Föhrenstraße bezogen werden. Am heutigen Freitag konnte die Wohnanlage bereits an die Regierung von Oberbayern übergeben werden.

Drei verschiedene Wohnungsgrößen bieten die zweigeschossigen Wohngebäude. Die kleinsten – eigentlich sieht das Programm Wohnungspakt Bayern nur diese vor – haben 45 Quadratmeter. Laut Peter Aumann vom Staatlichen Bauamt Weilheim, sei das allerdings nicht zielführend, weshalb man sich entschied, zwei weitere Größen anzubieten. Die meisten haben nun rund 60 Quadratmeter, es gibt aber auch eine extra große mit 90 Quadratmetern. „Von der alleinerziehenden Mutter bis zur Großfamilie können wir so alle unterbringen“, sagt Aumann. Für diese Wohnung haben Gabriele Sanktjohanser-Pfeffer vom Helferkreis Asyl und Bürgermeister Michael Asam auch schon eine neunköpfige Familie im Sinn, verraten sie.

Überhaupt sieht das Gemeindeoberhaupt bei der Belegung auf sich zukommen. Es gebe bereits lange Listen, hauptsächlich stünden darauf Syrer. Aber auch an zwei bis drei Peitinger Fälle denkt Asam: „Sie sind derzeit in einer Obdachlosenunterkunft untergebracht und könnten hierhin umsiedeln.“ Für ein Drittel der Wohnplätze hat die Marktgemeinde Peiting ein Teilbekegungsrecht. Die übrigen Wohnungen werden durch die Regierung von Oberbayern an anerkannte Asylbewerber vergeben.

Als fast singulär bezeichnet Peter Aumann die Zusammenarbeit zwischen der Marktgemeinde und dem Freistaat Bayern. Peiting habe da immer sehr bereitwillig agiert. Bügermeister Michael Asam andererseits ist dankbar für die Entlastung: „Wir kämen sonst in die Bredouille.“

Die Anlage besteht aus insgesamt drei Wohngebäuden mit elf Wohneinheiten und gemeinschaftlich genutzten Räumen und 20 Stellplätzen. Die zweigeschossigen Gebäude wurden in Holzständerbauweise errichtet. Die drei Teile werden durch Laubengänge verbunden, die extra breit gehalten wurden, damit sie wie ein Balkon genutzt werden können, erklärt Aumann das Konzept. Ein Spielplatz in der Mitte des Hofes ist auch schon fertig, lediglich ein die Begrünung fehlt noch. Kostenpunkt für die Anlage: rund 2,2 Millionen Euro. Als Einzugstermin hat Aco Evtimov von der Regierung von Oberbayern den 15. Mai anvisiert. Das sei zwar sportlich, aber machbar.

Astrid Neumann

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