Klingt kompliziert

Peiting und sein Kriterien-Katalog zur Vergabe von Gewerbegrundstücken

Gewerbegrund Bergwerkstraße Peiting
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Ein Blick hinüber zu den Feldern, wo das neue Gewerbegebiet ausgewiesen wird. Hinten die bereits bestehenden Betriebe östlich der Bergwerkstraße. Die eingezäunte Koppel (vorn), wo die Pferde grasen, bleibt weiterhin Wiese.

Peiting – Mit einem Kriterien-Katalog möchte der Markt Peiting ein System verankern, wenn es darum geht, im zukünftigen Gewerbegebiet westlich der Bergwerkstraße Grundstücke an Interessenten zu vergeben. Zehn Punkte sind dafür formuliert und gewichtet worden. Hört sich zunächst mal kompliziert an. Ist es das auch?

Anstatt eine starre Matrix anzuwenden, soll über die Platzvergabe entschieden werden, indem ein Fragebogen mit Bewertungs- und Auswahlkriterien zugrunde gelegt wird. Aus einer Stoffsammlung, die vom Rathaus bei den 24 Räten erfragt wurde, hat nun der Corona-Ausschuss zehn Punkte ausgesucht.

Über die Reihung wurde abgestimmt. Ganz oben auf der Liste steht das Angebot an Ausbildungsplätzen. Dahinter folgt das nachhaltige Arbeiten eines Unternehmens. Wobei dieser Punkt „ganz viele Aspekte haben kann“, wie es Geschäftsleiter Stefan Kort im Corona-Ausschuss beschrieb. Eine Regenwasserzisterne auf dem Grundstück oder schonende Produktionsverfahren sind dafür zwei Merkmale.

Was die Gemeinderäte auch hoch ansetzen: die Kooperation mit Unternehmen vor Ort. Genauso wichtig finden sie freilich das gemeindliche Interesse an einer Ansiedlung – Stichwort dafür ist der Branchenmix in Peiting. Auf Platz fünf im Kriterienkatalog steht die Attraktivität eines Betriebes für den Arbeitsmarkt vor Ort. Unter den weiteren Punkten finden sich auch das soziale Engagement eines Unternehmens und der Firmensitz – entweder dass er schon bisher in der Marktgemeinde ist oder dass er nach Peiting verlegt wird.

So ein Auswahlverfahren nach diesen Kriterien wird zum ersten Mal ausprobiert. Für Gemeinde und Bewerber allemal ein Test. Nach einer gewissen Zeit, in zwei oder drei Jahren, soll ein Resümee gezogen werden, ob sich das neue Verfahren bewährt beziehungsweise ob sich die Methode für Gemeinde oder Bewerber als unpraktisch oder kompliziert herausstellt.

Das Gewerbegebiet, das an der Bergwerkstraße ausgewiesen werden soll, umfasst 2,2 Hektar. Es ist damit etwas kleiner als das Grundstück für den geplanten Baumarkt am Zeislerweg. Die Größe der Grundstücke reicht von 800 bis 7.000 Quadratmetern. Die Marktgemeinde habe bereits „eine ganze Reihe an Anfragen“, sagte Bürgermeister Peter Ostenrieder.

Johannes Jais

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