Peiting will Lkw die Durchfahrt verweigern

Die Gemeinde Peiting will Lkw aussperren: Der Marktgemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig entschieden, dass der Durchgangs- schwerlastverkehr aus dem Ort verbannt werden solle. Betroffen sind Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen. Dieser Beschluss müsse jedoch vom Landratsamt abgesegnet werden, teilt Stefan Kort, Geschäftsstellenleiter der Marktverwaltung, mit.

Durch die sehr starke Frequentierung der drei ehemaligen Bundesstraßen B17, B23 und B472 durch den Lkw-Durchgangsverkehr in Richtung Schongau seien diese Straßenzüge bereits erheblich in Mitleidenschaft gezogen und beschädigt worden, heißt es von der Marktverwaltung. Nach einer Kalkulation des Marktbauamtes sind jährliche Kosten von insgesamt 144300 Euro anzusetzen, um die Straßen entsprechend zu sanieren und zu erhalten. Dieser Kostenaufwand ist von der Gemeinde und betroffenen Anliegern durch Straßenausbaubeiträge aufzubringen. Der Markt sieht diese erhebliche finanzielle Belastung der Kommune und der Peitinger Bürger als nicht mehr adäquat an. Ebenso führt die Marktverwaltung die Belastung der Peitinger Bevölkerung mit Lärm und Abgasen an. Zudem lasse teilweise die bauliche Situation – wie etwa an der Ammergauer Straße mit engen Kurvenradien im Bereich des Hauptplatzes – kaum eine geordnete Nutzung durch den Schwerlastverkehr zu. Hier müssten große Lkws den Gehsteig überfahren. Die Gemeinde will gegenüber dem Landratsamt damit argumentieren, dass das Staatliche Bauamt in Weilheim festgestellt habe, „dass durch den Bau der Ortsumgehung Schongau/Peiting ein zusammenhängendes Bundesfernstraßennetz in Nord-Süd sowie in Ost-West Richtung besteht“ und deshalb die im Bereich Peiting vorhandenen Straßen für den Durchgangsverkehr „entbehrlich geworden“ seien. So steht es nämlich in einer Stellungnahme des Staatlichen Bauamtes zu einem Umstufungsantrag der Gemeinde. Der Markt hatte sich zuvor bemüht, eine Umstufung der ehemaligen Bundesstraßen B17 und B472 zu Kreisstraßen zu erreichen – jedoch ohne Erfolg. Die beiden Straßen waren im Jahr 1999 nach dem Bau der Umgehungsstraße zu Gemeindestraßen heruntergestuft worden.

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