In Peiting wird geblitzt

Den Rasern geht’s an den Kragen

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Peitings Bürgermeister Michael Asam, Michael Braun (Geschäftsführer des Zweckverbands kommunale Verkehrssicherheit) und Julian Weninger (Ordnungsamt) vor dem großen Hinweisbanner, mit dem die Gemeinde auf die Geschwindigkeitskontrollen aufmerksam gemacht hat.

Peiting – Mit Sprüchen wie „Donnerwetter, bald blitzt’s“ und „Tempokontrollen: Lassen Sie uns abblitzen“ hat die Gemeinde Peiting in den vergangenen Wochen darauf aufmerksam gemacht, was Autofahrern mit Bleifuß bald blüht. Seit Dienstag ist die Gnadenfrist abgelaufen. Wer zu schnell fährt, dem droht ab sofort ein teures Foto.

Was in anderen umliegenden Städten und Gemeinden wie Schongau, Weilheim, Bernbeuren und Burggen schon längerer praktiziert wird, soll jetzt auch in Peiting helfen, Raser zur Räson zu bringen. Die Gemeinde hat einen erst einmal über zwei Jahre laufenden Vertrag mit dem Zweckverband kommunale Verkehrssicherheit geschlossen. Zehn Stunden im Monat wird dieser ab sofort an neuralgischen Punkten Geschwindigkeitsmessungen durchführen. 135 Euro kostet der Einsatz die Gemeinde pro Stunde. Der Verband übernimmt dafür die komplette Abwicklung. 

„Wir wollen damit niemanden abzocken“, beeilt sich Bürgermeister Michael Asam zu versichern, es sei einzig eine verkehrserzieherische Maßnahme, mit der man die zu schnell fahrenden Autofahrer zur Vernunft bringen wolle. Schon vor drei Jahren hatte der Gemeinderat erstmals über derartige Kontrollen diskutiert, eine Einführung jedoch abgelehnt. Doch seitdem hätten sich die Beschwerden über Raser immer mehr gehäuft, erklärt Asam, was das Gremium nun zu einem Umdenken bewogen habe. 

Besonders im Fokus stehen die Ortseingangs-straßen. Auch in der Schönriedl-, Bergwerk- und Kapellenstraße wird geblitzt. Doch nicht nur der fließenden Verkehr muss sich auf Kontrollen einstellen, auch Parksündern geht es künftig an den Kragen. Bislang gebe es überhaupt keine Parkraumüberwachung, was dazu geführt habe, dass vor allem in der Ortsmitte zahlreiche Dauerparker die Stellplätze blockieren würden, führt Asam aus. „Das schadet den Gewerbetreibenden.“ 35 Euro pro Stunde kostet die Gemeinde der neue Politessen-Dienst, der Falschparker aufschreibt. 

Die Einnahmen durch die Strafzettel verbleiben bei der Gemeinde. Das unter dem Strich etwas übrig bleibt, glaubt Michael Braun, Geschäftsführer des Zweckverbands, nicht. Das sei auch gar nicht der Sinn der Aktion, betont Asam. Ob sich diese lohnt, werde man frühstens nach einem Jahr sehen, kündigt Braun an. Erste Ergebnisse soll der Gemeinderat monatlich auf den Tisch bekommen.

Christoph Peters

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