Bergamt muss zustimmen

Peitinger Baugebiet: Was verbirgt sich im Untergrund?

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Grünes Licht vom Bergamt braucht es für das geplante Baugebiet zwischen Zugspitz- und Bergwerkstraße.

Peiting – Die Stellungnahme des Bergamtes Südbayern ist maßgeblich dafür, ob das kleine Baugebiet zwischen Zugspitzstraße und Bergwerkstraße im Süden Peitings auch verwirklicht werden kann. Darauf verwies Bürgermeister Peter Ostenrieder. „Wir brauchen grünes Licht vom Bergamt“, sagte er im Gemeinderat.

Wenn aus Sicht des Bergamtes keine Bedenken bestehen, dann werde die Gemeinde Peiting bei Eigentümern der angrenzenden Grundstücke vor Beginn der Tiefbauarbeiten ein Beweissicherungsgutachten veranlassen. So soll, falls Schäden an Häusern (Stichwort Mauerrisse) oder in Gärten (Senkungen) auftreten, der Vergleich zwischen vorher und nachher eindeutig möglich sein.

Aus der Stellungnahme des Bergamtes erwartet man sich genauen Aufschluss darüber, ob sich in der Zeit des Peitinger Bergwerks, das vor mehr als 50 Jahren geschlossen wurde, unter dem Gelände des Baugebietes Stollen oder Gänge bis in großer Tiefe befanden.

Das Bergamt ist ein Sachgebiet, das der Regierung von Oberbayern angegliedert ist. Eine seiner Aufgaben ist die „Abwehr von Gefahren aus dem Altbergbau“, wie es die Behörde beschreibt. Dabei geht es auch um Informationen zu verlassenen Grubenbauen und über Maßnahmen, damit es zu keinen Schäden kommt.

Rathauschef Ostenrieder berichtete, dass zu dem geplanten neuen Baugebiet im Süden Peitings das Schreiben eines Anwohners eingegangen sei. Der Nachbar habe auf die Bergwerkszeit in Peiting mit möglichen späten Auswirkungen auf das Gelände verwiesen.

Wie Anfang Mai im Kreisboten berichtet, sollen im Süden der bestehenden Siedlung zwei weitere Häuserzeilen ausgewiesen werden. Es geht um einen 300 Meter langen Streifen zwischen Zugspitzstraße und Bergwerkstraße.

Viertes Baulandquartier

Damit entsteht nach den kleinen Baugebieten am Hochweg in der Lexe, nach der Drosselstraße und im Bachfeld nun ein viertes Quartier, wo Bauland geschaffen werden kann. Der Eigentümer des Grundstücks ist auf die Gemeinde zugekommen.

Der Streifen, wo von West nach Ost zwei Häuserzeilen möglich sind, ist gut einen Hektar groß. Realisiert werden soll dort eine Bebauung mit Einzelhäusern und Doppelhäusern.

jj

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