Anders als in Schongau:

Marie-Juchacz-Weg am Freibad: CSU lenkt ein

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Der Weg am Bad entlang der Peitnach könnte nach AWO-Gründerin Marie Juchacz benannt werden.

Peiting – Die CSU-Fraktion im Peitinger Gemeinderat lenkt ein und unterstützt jetzt den Vorschlag der Arbeiterwohlfahrt (AWO), den Weg am Bad und entlang der Peitnach nach Marie Juchacz zu benennen. Das erklärte Fraktionssprecher Peter Ostenrieder am Ende der öffentlichen Gemeinderatssitzung. AWO-Ortsvorsitzender Gunnar Prielmeier, zugleich Gemeinderat der SPD, freute sich und sagte ein kurzes „Danke“.

Die Christsozialen wollen laut Ostenrieder das Signal aussenden, dass sie jetzt anders als noch im Frühjahr den Vorstoß befürwortet, wenn die AWO dies wünscht. Dann sollte der Gemeinderat auf der Sitzung im September einen Beschluss zu dem Namen für den Badweg fassen. Denn die Beschilderung sollte noch heuer realisiert werden. Und so ein langwieriges Prozedere wie in der Nachbarstadt Schongau, wo es nach Protesten zum beschlossenen Marie-Juchacz-Platz an der nördlichen Stadtmauer eine Bürgerbefragung geben wird, solle vermieden werden.

In Peiting hatten die Sozialdemokraten schon im Frühjahr 2019 den Antrag gestellt, dass der Badweg nach Marie Juchacz benannt wird. Der beginnt beim ehemaligen Café Hofmeister an der Ammergauer Straße (jetzt Restaurant Thai Puc) und endet am Rochusweg. Die CSU war damals reserviert. Eine solche Namensgebung würde am AWO-Seniorenheim bzw. bei einem Neubau des Seniorenzentrums an anderer Stätte besser passen.

Gemeinderat Prielmeier begründete den Antrag der AWO so: Marie Juchacz ist die Gründerin der Arbeiterwohlfahrt, die heuer im Dezember auf das 100-jährige Bestehen zurückblickt. Viele Straßen, Städte und Gemeinden, Gebäude, Züge und Briefmarken erinnern an die Gründerin der Arbeiterwohlfahrt. Marie Juchacz, eine anerkannte Sozialpolitikerin und Kämpferin für Frauenrechte, hielt im Februar 1919 nach Einführung des passiven Wahlrechts als erste Frau eine Rede in der Weimarer Nationalversammlung. Sie starb 1956 im Alter von 76 Jahren.

Johannes Jais

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