Neue Pläne für den Peitinger Ortskern

Am liebsten einen Drogeriemarkt

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Tut sich bald etwas auf der bislang als Parkplatz genutzten Fläche?

Peiting – Sie ist die schärfste „Waffe“, die eine Stadt oder eine Gemeinde haben, um die bauliche Entwicklung in den Griff zu kriegen: die sogenannte Veränderungssperre. Zu diesem Instrument haben die Peitinger Gemeinderäte nun im Ortskern gegriffen. Konkret betrifft es das Gebiet zwischen Poststraße, Retscherstraße und Weidachstraße. Oder anders gesagt: die Fläche nördlich des Sparkassenhauses und östlich der Metzgerei Rohrmoser.

 Aktueller Anlass für die Veränderungssperre ist, dass ein Eigentümer überlegt, sein Haus an der Poststraße zu verkaufen. Es handelt sich um das Gebäude der ehemaligen Metzgerei Höfler. Da sei man „hellhörig“ geworden, bekennt Bürgermeister Michael Asam im Gespräch mit dem Kreisboten. Die Gemeinde wolle vermeiden, dass in der Ortsmitte ein Spielsalon oder ein Etablissement Einzug hält. Asam formuliert es so: „Wir wollen verhindern, dass da was entsteht, was nicht in unserem Sinne ist“.

Zu dem Areal, wo nun die Veränderungssperre greift, gehört auch die freie Fläche, die seit mehreren Jahren als Parkplatz in der Ortsmitte genutzt wird. Früher befand sich dort ein kleines Gehöft; es war das alte Barnsteiner-Anwesen. 2007 hat die Gemeinde die Hofstelle erworben; bald darauf erfolgte der Abriss.

Bestandsschutz

Die Veränderungssperre bedeutet, dass die Gemeinde ihre Planungshoheit bewahrt. Für die bestehenden Anwesen und Gebäude gilt ein Bestandsschutz. Doch wenn ein Eigentümer Grundstück und Immobilie baulich verändern oder anders nutzen möchte, kann der Markt Peiting da sein Veto einlegen. Bisher konnte er das nicht.

Das hat daran gelegen, dass es für dieses Gebiet noch keinen Bebauungsplan gibt. Ein solcher wird nun aufgestellt, auch das haben die Gemeinderäte beschlossen. Nun muss der Markt Peiting in dieser Sache „liefern“, wie Marktbaumeister Jochen Rohrmoser es ausdrückt. Innerhalb von zwei Jahren muss der Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Post- und Retscherstraße rechtskräftig sein. Ansonsten verfällt die Veränderungssperre.

Drogeriemarkt?

Im Bebauungsplan wird unter anderem festgeschrieben, welche Baukörper in das Quartier passen und welche Gebäude dort erlaubt sind. Bürgermeister Asam kann sich in der Ortsmitte Einzelhandel vorstellen. Ein Drogeriemarkt auf dem Parkplatz zwischen Rohrmoser und Sparkassenhaus - das wäre eine attraktive Variante. Freilich stehen die Investoren nicht gerade Schlange. Da ist es ähnlich wie beim Kinoprojekt.

Johannes Jais

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