Keine Vertagung des Aufstellungsbeschlusses

Vorhabenbezogener Bebauungsplan fürs Marienheim

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Die baurechtliche Grundlage zum Neubau des Marienheims am Bühlach ist geschaffen.

Peiting – Zum Neubau des Marienheims haben die Marktgemeinderäte jetzt für die baurechtliche Grundlage gesorgt. Für das Projekt, das am Bühlach im Osten Peitings verwirklicht werden soll, ist ein sogenannter vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt worden.

Eine deutliche Mehrheit der 21 Räte war dafür. Hermann Mödl und Andreas Barnsteiner (BV) sowie Alfred Jocher, Christian Lory und Alex Zila (Unabhängige) votierten mit Nein. Die AWO Oberbayern wolle am Neubau festhalten und sehe keinen Grund zum Rückzug, auch weil schon Kosten angefallen seien, berichtete Bürgermeister Michael Asam nach einem Telefonat mit der AWO-Vorstandsvorsitzenden Cornelia Emili.

Zugleich erwähnte er, dass die Frist der Heimaufsicht für die Betriebsgenehmigung im bisherigen Gebäude in der Ortsmitte unverändert im August 2022 zu Ende gehe. Eine Entscheidung dazu, wie es weitergehe, wolle die Heimaufsicht bis Juni.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen das Marienheim am Bühlach haben bisher 669 Unterschriften gesammelt. Dies sei ein Zwischenstand, berichtet Jürgen Schleich. Zu Listen in derzeit geschlossenen Geschäften habe man keinen Zugang. Erforderlich sind mindestens 852 Unterschriften. Die Initiatoren wollten, dass der Aufstellungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan vertagt wird. Dem wurde nicht entsprochen. Asam verlangte eine Entscheidung – auch als Signal an die AWO Oberbayern als künftigen Betreiber des Marienheims, wo mehr als 60 Menschen aufwändig betreut werden.

Der Bürgermeister schilderte auch, dass es im Mai noch zu einem Gespräch zwischen Herzogsägmühle und AWO Oberbayern kommen soll zur Frage, ob es doch noch eine Möglichkeit gibt, den Neubau in Herzogsägmühle zu verwirklichen. Bisher ist das von der Diakonie mit Verweis auf die geschlossene stationäre Einrichtung des Marienheims abgelehnt worden.

Marktbaumeister Fabian Kreitl hatte das Bodengutachten zu dem Grundstück am Bühlach vorgestellt, in dem das Büro „Test 2 safe“ auf die Wasserproblematik im Hang hinweist. Es müsse über einen Regenwasserkanal abgeleitet werden.

Gemeinderat Andreas Barnsteiner lehnte es ab, Spundwände zum Absichern des Hanges zu schlagen und eine Wanne wasserdicht auszubilden. Alfred Jocher kommentierte, ein Baukörper mit 64 mal 44 Metern sei am Bühlach „zu massiv“. 

jj

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