Nach Kritik aus Schongau

Plan B fürs Ammer-Lech-Land-Logo

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Marktgemeinderat Peter Ostenrieder

Peiting – Was die Gestaltung eines Logos für das Mittelzentrum Peiting/Schongau/Altenstadt mit dem Namen Ammer-Lech-Land betrifft, kommt nun ein Plan B auf den Tisch. Einstimmig haben die Peitinger Gemeinderäte den Alternativvorschlag des CSU-Fraktionssprechers Peter Ostenrieder befürwortet, der selbst Chef einer Agentur für Design und Marketing in Birkland ist.

 Ostenrieder stellt sich dies so vor, dass die drei Orte der Mittelzentrums einen Aufruf an Grafikbüros richten, die nicht nur im Schongauer Land, sondern auch in der Region ihren Sitz haben können. Aus den Bewerbungen werden dann mehrere Büros zum Wettbewerb eingeladen, bei dem jeder Teilnehmer für die Einreichung seines Logo-Vorschlags 500 Euro erhält. Für den Siegerentwurf gibt es 3000 Euro.

Es sei üblich, dass Grafikbüros für die Teilnahme an einem Wettbewerb eine Vergütung erhalten, sagte Peter Ostenrieder im Gemeinderat. Er fügte den Satz hinzu: „Aber gut, das haben einige Kollegen in Schongau nicht verstanden“. Mit diesen Worten kommentierte er die Tatsache, dass der ursprünglich vorgesehene Ablauf des Designwettbewerbs zwecks Logo fürs Ammer-Lech-Land, der zwischen den drei Bürgermeistern abgesprochen war, im Schongauer Stadtrat auf breite Ablehnung gestoßen war (der Kreisbote berichtete).

Das zunächst verabredete Vorgehen war, dass jede der drei Kommunen jeweils zwei Grafikagenturen aus ihrem Bereich dazu ermuntert, sich mit einem Vorschlag zu beteiligen. Kritik entzündete sich bei den Stadträten zum einen, weil man eine Aufwandsentschädigung zahlen müsse. Der andere Punkt war, dass nur Büros aus den drei Orten beteiligt würden.

Eine Vergütung bedeute „mehr Motivation, mehr Wertigkeit“, argumentierte Ostenrieder. Darum seien 500 Euro für jeden Teilnehmer allemal gerechtfertigt. „Was da raus kommt, wird uns die nächsten Jahre und Jahrzehnte begleiten“, so der CSU-Fraktionssprecher. Das Logo zum Peitinger Slogan „Wo der Lech die Ammer küsst“ gebe es inzwischen auch schon 13 Jahre.

Ostenrieder ergänzte, er habe den neuen Vorschlag bereits den beiden Bürgermeistern Albert Hadersbeck in Altenstadt und Falk Sluyterman in Schongau zukommen lassen. Das endgültige Vorgehen wird dann wohl Anfang nächsten Jahres feststehen. Denn die Schongauer Stadträte haben auf ihrer Jahresschluss-Sitzung das Thema Logo-Erstellung nicht behandelt. Es wird wohl im Januar auf den Tisch kommen.

Im Peitinger Gemeinderat entwickelte sich eine kurze, aber lebhafte Diskussion. Herwig Skalitza drückte – leicht ironisch – die Hoffnung aus, dass angesichts solcher Startprobleme wenigstens für die jungen Kollegen im Gemeinderat hoffentlich noch greifbare Ergebnisse“ in Sicht seien. Zu deftigem Vokabular griff Gerhard Heiß. „Wir müssen Rücksicht nehmen auf die Schongauer Stadträte. Die brauchen noch drei Generationen, bis sie realisiert haben, dass sie nicht mehr Kreisstadt sind.“

Herbert Salzmann von der SPD-Fraktion warb dafür, Sticheleien bleiben zu lassen. Demokratie sei manchmal anstrengend; das zeige sich beim Start im Ammer-Lech-Land. Bürgermeister Michael Asam freilich meinte, es sei doch klar, dass da der eine oder andere „flapsige Einwurf“ käme.

Johannes Jais

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