Peitinger Gemeinderat

Neun Neue unter Eid

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Die neuen Gemeinderäte nach der Vereidigung: Eric Bader, Thomas Elste, Michael Deibler, Nicole Gindhart, Thomas Brennauer, Peter Egger, Peter Gast, Alex Zila und Christian Lory.

Peiting – Innerhalb einer Woche hat sich die Marktgemeinde Peiting von den ausgeschiedenen Gemeinderäten verabschiedet und die neuen vereidigt. Als Urgestein der Peitinger Lokalpolitik und für sein Engagement erhielt Adi Kapfer den goldenen Ehrenring der Gemeinde. Bei der konstituierenden Sitzung wurde Franz Seidel wieder zum 2. Bürgermeister gewählt.

So viele Kollegen wie noch nie, müsse er verabschieden, bedauerte Peitings Bürgermeister Michael Asam. In Summe neun Räte waren entweder nicht mehr gewählt worden oder hatten sich, wie Adolf Kapfer, nicht mehr zur Wahl gestellt. Darunter Susanne Schefel, die als Nachrückerin für Angelika Salzmann gerade einmal 17 Monate Gemeinderätin war. 

Die volle Amtszeit mitgemacht hatte ihre SPD-Fraktionskollegin Susanne Schmid. Es habe ihn gefreut, so Asam, so junge Mitglieder im Rat zu haben, jetzt habe sie mehr Zeit für Kind und Partner. Die erhielten im Übrigen auch ein Geschenk, anstelle eines Blumen-straußes gab es einen Gutschein. Maßgeblich den Tourismus geprägt hatte Andreas Schmid (CSU), der ebenfalls die gesamte Legislaturperiode mitgemacht hatte. Asam lobte sein Engagement und erinnerte an die Verbesserungen, die Schmid angeregt hatte. So geht die Peitinger Bürgerreise auf Schmid zurück. 

Ein ausgewiesener Experte in Immobilien- und Grundstücksfragen sei Norbert Hauber (SPD), so Asam. „Der Wähler hat’s gegeben, der Wähler hat’s genommen“, bedauerte Hauber sein Ausscheiden. Zwei Mal war Gerhard Schäller Gemeinderatsmitglied, das erste Mal von 1984 bis 90 und nun nochmals von 2008 bis 2014. Ebenfalls zwei Perioden Gemeinderat, diesmal aber am Stück, war Max Schmid, der sich durch seine Arbeit als Sportreferent einbrachte. Er sei ein Sportler durch und durch und daher prädestiniert für diesen Posten gewesen, merkte Asam an. 

Vor mittlerweile 18 Jahren war Hans Schleich in den Peitinger Gemeinderat eingezogen und habe, lobte der Bürgermeister, nicht nur Birkland sondern ganz Peiting durch seine Arbeit beeinflusst. Doppelt so lange, nämlich 36 Jahre war Magnus Schmid (SPD) „mit Leib und Seele“ Gemeinderat, würdigte Asam seine Fraktionskollegen. Ihm sei immer die soziale Ausgewogenheit wichtig gewesen. Womit das Gemeindeoberhaupt zu jenem Rat überleitete, dem die Wähler 42 Jahre lang ihr Vertrauen geschenkt hatten: Adolf Kapfer. 

Bürgermeister Michael Asam überreichte Adolf Kapfer den goldenen Ehrenring der Gemeinde.

Von Beruf war Kapfer eigentlich Hauer oder Bergmann, ehe er seine Karriere bei der Industriegewerkschaft (IG) Bergbau begann. Zuerst Jugendsekretär für Süddeutschland, rückte Kapfer zum Rechtsschutzsekretär in Südbayern auf und wurde schließlich Geschäftsstellen- und schließlich Bezirksleiter. Darüber hinaus enga-gierte sich Kapfer in der Arbeiterwohlfahrt und beim Eissportclub Peiting. Er trat zwei Mal gegen Franz Josef Strauß als Kandidat für den Bundestag an und erinnerte daran, dass man, als er anfing, den Haushalt noch auf 67 Seiten habe unterbringen können. Heute brauche es dafür über 450 Seiten. 

Er habe, rechnete Kapfer vor, um die eineinhalb Jahre nur für den Gemeinderat gearbeitet, ohne Urlaub. Dabei sei er nie einer Diskussion aus dem Weg gegangen, es gebe eben nicht nur auf der einen Fraktionsseite gute Ideen. Seinen Nachfolger gab Kapfer mit auf den Weg, dass es immer einen Weg gebe, den man gemeinsam gehen könne. 

Das können diese nun in den nächsten sechs Jahren beweisen. Am Dienstag vereidigte Asam die neu gewählten Gemeinderäte, darunter auch Michael Deibler, der gegen ihn um das Amt des Bürgermeister angetreten war. Erstmals zogen mit Thomas Brennauer und Thomas Elste auch zwei Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen in den Gemeinderat ein. Bei der Wahl von Asams Stellvertreter wurde wiederum Franz Seidel gewählt. Er setzte sich gegen Michael Deibler und Thomas Elste durch. Für ihn ist es, wie für Michael Asam, die jetzt vierte Amtsperiode als 2. Bürgermeister.

Oliver Sommer

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