Betreuung am Nachmittag

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Mittagsverpflegung, Hausaufgabenbetreuung, Fördermaßnahmen, aber auch Freizeitangebote stehen nach dem Unterricht auf dem Stundenplan der offenen Ganztagsschule.

Peiting – Mäßig ist die Resonanz darauf, dass ab Herbst 2017 offene Ganztagsangebote an den Grundschulen in Peiting geschaffen werden sollen. Das ergibt sich aus einer Befragung der Eltern. Es ist aber damit zu rechnen, dass das Interesse dafür noch zunehmen wird. Jedenfalls wird sowohl an der Lentner-Grundschule als auch an der Alfons-Peter-Grundschule ab September jeweils eine Kurzgruppe (bis 14 Uhr) und ein Ganztags­angebot (an vier Tagen bis 16 Uhr) eingerichtet.

Diese Neuerung ist die Nachfolge für die Mittagsbetreuung der Arbeiterwohlfahrt, die es 20 Jahre lang in Peiting gab. Doch der AWO-Ortsverein hat entschieden, dieses Angebot nach dem Schuljahr 2016/2017 aufzugeben und nicht mehr fortzuführen.

Dass er vom Rücklauf der Bedarfserhebung zunächst „enttäuscht war“, daraus machte Hauptamtsleiter Stefan Kort keinen Hehl, als er vor den Gemeinderäten in das Thema einführte. 980 Fragebögen wurden ausgegeben, 368 Stück kamen zurück. Zwei Drittel der befragten Eltern sehen keinen Bedarf für ein Ganztagsangebot an zwei oder mehreren Tagen pro Woche. 81 Eltern haben jedoch mit Ja geantwortet. Davon gehen bei 34 Eltern die Kinder in die Schule und bei 47 noch in den Kindergarten.

Nicht zum Tragen kommen wird in Peiting die gebundene Ganztagsschule. Darunter versteht man die verpflichtende Teilnahme am Unterricht einer gebundenen Ganztagsklasse von Montag bis Donnerstag jeweils bis 16 Uhr. Pflichtunterricht, Studierzeiten und Entspannungsphasen sind über den gesamten Unterrichtstag verteilt.

Nur Verpflegung wird berechnet

Eine familiengerechte Förderung und Betreuung will die Offene Ganztagsschule bieten, wie sie in Peiting angestrebt wird. Für Eltern ist sie kostenfrei – abgesehen vom Essen. Dazu gehören Mittagsverpflegung, Hausaufgabenbetreuung und Fördermaßnahmen, aber auch Freizeitangebote mit sportlichen, musischen und gestalterischen Aktivitäten. Angestellt ist dafür immer ein Betreuungsteam mit einer pädagogischen Fachkraft.

So etwas gibt es seit einigen Jahren schon an der Peitinger Mittelschule. Kooperationspartner ist bislang der AWO-Bezirksverband Oberbayern. Diesem Träger wird die Marktgemeinde jedoch kündigen. Das hat den Hintergrund, dass Peiting für die drei Schulen einen gemeinsamen Träger sucht. Die AWO im Bezirk Oberbayern kann sich aber dafür wiederum bewerben.

Freilich gibt es in Peiting weitere Angebote der Betreuung. Dazu gehört der Hort der Kinderhilfe Oberland, der zum Teil auch in den Ferien Betrieb hat und der täglich bis 17.30 Uhr geöffnet ist – für Buben und Mädchen bis zwölf Jahre. Zudem ermöglicht die Tagesstätte St. Michael ab Schulschluss bis 16.30 Uhr sowie in den Ferienzeiten von 7 bis 15 Uhr eine Betreuung für Kinder im Grundschulalter. jj

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