Spätere Fertigstellung

So teuer wird die vierte Peitinger Krippengruppe

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An der Südseite des Therese-Peter-Kinderhauses wird ein viertes Modul für eine weitere Krippengruppe angebaut. Ende Juli ist davon noch nicht viel zu sehen.

Peiting – Mit den 650.000 Euro, die im Haushalt des Jahres 2020 für den Bau der vierten Kinderkrippe eingeplant sind, kommt die Marktgemeinde Peiting bei Weitem nicht hin. Da muss sie noch eine Vierteilmillion Euro draufsatteln. Heißt also: Die aktuelle Kostenschätzung für das zusätzliche Modul am Therese-Peter-Kinderhaus liegt bei 900.000 Euro.

Ende Juni haben die Submissionen für mehrere Gewerke stattgefunden. Da geht’s um den Türen- und Fenstersetzer (außen), um den Dachdecker, Verputzer, den Landschaftsbauer, Schreiner, Fliesenleger und Maler.

„Wir kommen aktuell damit nicht hin“, beschrieb Bürgermeister Peter Ostenrieder die Situation. Wegen der Preis­explosion bräuchte es einen neuen Beschluss des Gemeinderates. Die Preise der einzelnen Gewerke seien zwar im Vergleich zur Kostenschätzung des Architekturbüros deutlich zu hoch. Im Vergleich zu den Erfahrungen, die bei anderen Baumaßnahmen gemacht worden sind, seien sie aber durchaus als realistisch einzustufen, heißt es dazu.

Die vierte Krippengruppe in Peiting soll bis zum Jahresende fertiggestellt werden, wie Rathauschef Ostenrieder im Gemeinderat einen Ausblick gab. Das ist später als zunächst vorgesehen. Die Baumaßnahme verzögert sich um mehrere Wochen.

Das bedeutet, dass improvisiert werden muss. Evtl. wird die vierte Gruppe vorübergehend im bisherigen Bewegungsraum des Therese-Peter-Kinderhauses untergebracht. Da wolle die Gemeinde aber noch mit der Kindergartenleiterin ein Gespräch führen, sagte Geschäftsleiter Stefan Kort am Mittwoch im Gespräch mit dem Kreisboten.

Die Gemeinderäte folgten dem Vorschlag der Verwaltung, die Gewerke Außentüren/Außenfenster, Garten- und Landschaftsbau, Schreiner, Fliesenleger und Maler zu vergeben. Die Dachdeckerarbeiten und das Verputzen sollten erneut ausgeschrieben werden, und zwar diesmal öffentlich. Denn in der ersten Bieterrunde hat sich keine lokale Firma bereit erklärt, ein Angebot abzugeben.

Die erheblichen Mehrausgaben sind, was den Etat 2020 angeht, schon zulässig, sofern sie unabweisbar sind und die Deckung gewährleistet ist. Diese kann durch einen Nachtragshaushalt gewährleistet werden. Der wird freilich erst dann in die Wege geleitet, wenn Peiting konkret weiß, wie hoch der Ausgleich durch das Konjunkturpaket für Kommunen ausfällt. Dieses Konjunkturpaket ist in Berlin beschlossen worden.

Bei den fünf Vergaben, die nun vorgenommen wurden, kommen drei Betriebe aus dem Bereich Peiting/Schongau zum Zug. Türen und Fenster (außen) setzt die Firma Breidenbach, die Fliesen verlegt die Firma Enzensberger, und die Firma Maier führt die Malerarbeiten aus. Der Garten- und Landschaftsbauer ist aus Tutzing; die Schreinerarbeiten übernimmt eine Firma aus Grafenau im Bayerischen Wald.

jj

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