Pause fürs Personal

Peitinger Kindergärten behalten kurze Ferien bei

PantherMedia B78366964
+
Daran, dass die Peitinger Kindergärten im Sommer meistens drei Wochen geschlossen bleiben, wird nicht gerüttelt.

Peiting – Daran, dass die Peitinger Kindergärten im Sommer meistens drei Wochen geschlossen bleiben, wird keinesfalls gerüttelt. Auch wenn einige Eltern weniger Urlaub haben, weil sie schon in Corona-Zeiten mehrere Tage abgebaut haben und in Einzelfällen somit Bedarf für eine Betreuung besteht, bleibt es bei den kurzen Ferien im August. Die sind im Vergleich zur Schule eh nur halb so lang.

Im Gemeinderat hatte SPD-Fraktionssprecher Herbert Salzmann das Thema aufs Tapet gebracht. Er wollte wissen, wie das heuer mit den Schließzeiten gehandhabt wird und wie es nach den Sommerferien in den Tagesstätten weitergeht.

Die Antwort dazu kam von Geschäftsleiter Stefan Kort, der für das Personal der Gemeinde zuständig ist. Dazu gehören auch die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen in den gemeindlichen Einrichtungen im Therese-Peter-Haus mitsamt den Krippengruppen, der Kindergarten am Rathaus und die Gruppe in der Ortschaft Birkland.

Kort räumte bei der Anfrage Salzmanns ein, dass es keine Befragung der Eltern zwecks Notbetreuung gegeben habe, wie es in einem Zeitungsbericht zu lesen war. Dies sei von ihm selbst bei der Presseanfrage falsch kommuniziert worden.

Allerdings bekräftigte der Geschäftsleiter im Gemeinderat, es habe aus dem Elternkreis niemand einen Bedarf angemeldet. Dies nehme man beim Personal und im Rathaus mit Erleichterung zur Kenntnis. Damit habe die reguläre dreiwöchige Pause im Sommer bei den gemeindlichen Tagesstätten Bestand, was auch bei den Einrichtungen der Diakonie und der Caritas in Peiting so gehandhabt werde.

Drei Fachkräfte nötig

Eine Notgruppe in der Sommerpause würde – egal wie viele Kinder aufgenommen werden – drei Fachkräfte binden, gab Kort zu bedenken. Denn im Fall einer Krankheit oder eines sonstigen Zwischenfalls müsste eine Erzieherin als Ersatz bereitstehen.

Auf der anderen Seite sei es für die Träger der Tagesstätten aber schwierig, den Urlaub im neuen Kindergartenjahr abzubauen. Denn nach Ansage des bayerischen Sozialministeriums soll trotz Corona ab September der reguläre Betrieb in den Kindertagesstätten aufgenommen werden. Dann seien alle Mitarbeiterinnen in diesem Bereich gefordert. Im Herbst oder im Winter Urlaubstage vom Sommer abzubauen, sei nicht darstellbar.

Ein weiterer Aspekt sei, dass Buben und Mädchen in der gleichen Gruppe bleiben und mit Blick auf Corona möglichst wenig mit Kindern aus anderen Gruppen zusammentreffen sollen. Dies sei aber in einer Notgruppe sehr wohl der Fall. Schon in der Hochphase des Coronavirus im Frühjahr hätten in Peiting nur wenige Eltern eine Notbetreuung in Anspruch genommen, blickte Kort zurück.

In allen Peitinger Tagesstätten sind im vergangenen Jahr knapp 400 Kinder im Alter von einem bis zu sechs Jahren in den Krippen bzw. in den Regelgruppen oder in integrativen Gruppen betreut worden. 

jj

Auch interessant

Meistgelesen

Der neue Alltag in der Schongauer Akutgeriatrie
Der neue Alltag in der Schongauer Akutgeriatrie
Altenstadt bewirbt sich um Fairtrade-Siegel
Altenstadt bewirbt sich um Fairtrade-Siegel
Sommermarkt auf Schongaus Marienplatz
Sommermarkt auf Schongaus Marienplatz
Stadtkapelle Schongau gibt Wanderkonzert
Stadtkapelle Schongau gibt Wanderkonzert

Kommentare