Der Entwurf und das Echo

Vorplanung für Peitings neuen Kindergarten steht

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Der künftige Standort für den gemeindlichen Kindergarten: das Grundstück am Eck Jägerstraße/Uhrerskreuzweg.

Peiting – Überwiegend positiv ausgefallen ist das Echo im Gemeinderat zur Vorplanung für den Kindergarten, der auf der Wiese an der Peitinger Jägerstraße errichtet werden soll. Architekt Franz-Xaver Lutz von der Schongauer Bürogemeinschaft Baldauf | Prill | Lutz wird nun tiefer einsteigen.

Das Gebäude wird einstöckig; die fünf Gruppen mit Nebenräumen, Mehrzweckraum, Personalzimmer, Mensa und sanitären Räumen sind in L-Form angeordnet. Bei einer Erweiterung auf sieben Gruppen wird auf der Ostseite angestückelt; das Haus präsentiert sich dann in U-Form.

Schon im Herbst 2021 soll der Kindergarten, der sowohl vom Rathauskindergarten als auch vom Therese-Peter-Haus jeweils zwei Regelgruppen (mit Drei- bis Sechsjährigen) aufnimmt, bezogen werden. So erklärt es Marktbaumeister Fabian Kreitl dem Kreisboten. Demnächst sollen die Fachplaner ausgesucht werden.

Auf dem Weg vom Parkplatz, wo Eltern von weiter entfernten Ortsteilen ihr Auto abstellen können, bis hin zum neuen Gebäude sind es Luftlinie 160 Meter. Bürgermeister Michael Asam fand den Ansatz, den Parkplatz östlich des Eistadions zu nutzen, „toll“. Planer Lutz möchte umgehen, dass in Gebäudenähe an der Jägerstraße im Osten bzw. am Uhrerskreuz­weg im Süden Stellflächen geschaffen werden. Dort gelte es einen „Streit um die Parkplätze zu vermeiden“. Der pädagogische Effekt sei, dass man nicht „mit aller Gewalt bis an die Haustüre“ fahren müsse.

Auch Gemeinderat Herbert Salzmann (SPD) bewertete den „Kiss & Ride-Platz“ nahe am Eisstadion als gut. Von dort führt ein Fußweg an den Tennisplätzen vorbei zum Kindergartenhaus. Damit würden Situationen verhindert, wie er sie vom alten Kindergarten am Rathaus kenne, wo Eltern mit dem Auto „bis vorne hinfahren“.

Doch es gibt auch andere Stimmen. Man sollte doch Stellflächen in der Nähe des Kindergartens berücksichtigen, wandte Franz Seidel (BVP) ein. Sonst würden die Eltern auf der Straße parken, fügte er hinzu und äußerte zudem gestalterische Bedenken am relativ flachen Dach.

Norbert Merk (CSU) brachte den Hinweis, man solle auch an die Mütter und Väter denken, die in der Frühe ihre Kinder zur Betreuung bringen und diese an zwei verschiedenen Orten abgeben. Dadurch ginge für Eltern Zeit verloren, bevor sie in die Arbeit fahren. Merk wollte damit auch sagen, dass im neuen Gebäude auch Krippengruppen für die Kleinen und Regelgruppen für Drei- bis Sechsjährige unter einem Dach vereint werden sollen.

Merk wendet sich dagegen, die Krippengruppen alle im bisherigen Therese-Peter-Kinderhaus unterzubringen und die Regelgruppen nur am neuen Standort einzurichten. Geschäftsleiter Stefan Kort vom Rathaus sagte dazu, darüber müsse man sicher nochmals sprechen. Damit habe sich der neu gewählte Marktgemeinderat zu befassen, der ab Mai in Amt und Würden sei.

Alex Zila (Unabhängige) machte den Vorschlag, das Gebäude um 180 Grad zu drehen und nach Norden auszurichten, wo für den Garten noch viel Platz auf der freien Wiese ist. Er griff Merks Einwand auf, der bei der Verglasung der Gruppenräume Richtung Osten und Süden einen hohen Aufwand „für die Verschattung“ der Zimmer erwartete. Marktbaumeister Kreitl hält eine solche Drehung des Komplexes für möglich.

jj

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