Frist für ein Konzept

Bis 2020 muss eine klare Aussage zur Zukunft des Marienheims her

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Wie geht es mit dem Peitinger Marienheim weiter? Diese Frage bewegte auch die Bürgerversammlung. Mittlerweile steht fest, bis wann ein Konzept vorliegen muss.

Peiting – Bis spätestens April 2020 muss ein schlüssiges Konzept über die weitere Vorgehensweise bei der therapeutischen Einrichtung Marienheim in Peiting vorliegen. Dazu werden klare Aussagen zu einem Umbau im Bestand oder zu einem evtl. Neubau mit nachvollziehbaren Terminangaben gefordert. Dann erst kann entschieden werden, ob eine mögliche Verlängerung der Betriebserlaubnis in den bisherigen Räumen möglich wird. Mit diesen Sätzen fasst Bürgermeister Michael Asam zusammen, was bei einem Runden Tisch vereinbart wurde.

Wie Asam im Nachgang gegenüber demKreisboten schildert, waren in der Besprechung Mitarbeiter der Heimaufsicht, der Jurist des Landratsamtes Weilheim-Schongau, ein Vertreter der Regierung von Oberbayern, Repräsentanten der Arbeiterwohlfahrt und ein Vertreter des Bezirks Oberbayern anwesend. Auf den Tisch kam die Thematik Neubau oder Umbau im Bestand – in Zusammenhang mit der Genehmigung des Betriebes noch bis zum August 2022.

Noch auf einen weiteren Aspekt verweist der Rathauschef nach dieser Runde. Die Arbeiterwohlfahrt als künftiger Betreiber und der Bezirk Oberbayern werden sich unmittelbar verständigen, wer die nochmalige Begutachtung dazu übernehmen wird, ob ein Umbau im Bestand mit einem zusätzlichen Anbau des Marienheims möglich ist.

Bei Bürgerversammlung

Das Thema Marienheim war – wie zu erwarten – auch Thema auf der Bürgerversammlung in Peiting. Anwohner am Bühlach hatten die Gemeinde aufgefordert, statt eines Neubaus des Heimes auf einem gemeindlichen Grundstück die Variante eines sanften Umbaus am bestehenden Standort Bahnhofstraße zu prüfen. Dabei sollte eine moderate Erhöhung auf 70 Plätze untersucht werden, verlangte Volker Greiner, der sich auf der Versammlung zu Wort meldete.

Der Standort in der Ortsmitte sei „der beste für Bewohner des Marienheims“, begründete Jürgen Schleich namens der Anlieger den Antrag, der zur Bürgerversammlung eingereicht wurde. Mitstreiter Volker Greiner ergänzte, Inklusion habe „mitten in Peiting und mitten in der Gesellschaft zu erfolgen und nicht am Ortsrand“. Schleich und Greiner betonten, der Einsatz gegen einen Neubau am Bühlach habe nichts mit einem Nein zum Marienheim zu tun.

Zugleich übten die Anwohner vom Bühlach Kritik daran, dass der Beschluss, für einen Neubau ein gemeindliches Grundstück zu verkaufen, hinter verschlossenen Türen getroffen wurde. Bürgermeister Asam antwortete, in der Sitzung habe keiner der Gemeinderäte den Wunsch geäußert, öffentlich zu diskutieren. Grundstücksangelegenheiten seien im Übrigen so gut wie immer nichtöffentlich zu behandeln.

Nicht fernhalten

Er habe aber, so fuhr Asam fort, nicht die Absicht gehabt, „die Bevölkerung von Entscheidungen fernzuhalten“. Schließlich setzte er noch den Satz drauf, es werde zu dem Thema Marienheim keine nichtöffentliche Sitzung mehr stattfinden.

„Wir geben den Leuten ein Zuhause“, ergriff eine Mitarbeiterin des Marienheims auf der Bürgerversammlung das Wort. Mit Leuten meinte sie die Bewohner, die dort stationär betreut werden. In früheren Jahrzehnten seien im Gebäude des Marienheims sogar 90 Bewohner aufgenommen worden. Außerdem seien dort 55 Arbeitsplätze vorhanden, gab die Mitarbeiterin zu bedenken. 

Ursprünglich schienen Standort und Neubau bereits beschlossene Sache zu sein. Doch dann wurden die Diskussionen immer ausgiebiger –  sodass die Gemeinde entschied, den Beschluss vorerst ruhen zu lassen, um sich einen nochmaligen ausgiebigen Überblick zu verschaffen. 

jj

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