"Er wird uns allen fehlen"

Gedenkminute für Bernhard Huber †

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Kerzen, Porträtbild und Trauerbukett am Platz von Bernhard Huber (†).

Peiting – Vormittags wurde das Requiem in der Pfarrkirche gehalten, danach wurde der Leichnam unter großer Anteilnahme im neuen Friedhof beigesetzt; und noch am selben Abend versammelte sich wieder das Gremium, dem er bald 28 Jahre angehörte, zur turnusgemäßen Sitzung: Mit einer Gedenkminute für den verstorbenen Gemeinderat Bernhard Huber eröffnete Bürgermeister Michael Asam die Zusammenkunft im Sparkassensaal.

Ein dezentes Trauerbukett mit weißen Rosen stand am Dienstagabend auf dem Tisch, wo Marktgemeinderat Bernhard Huber im Gremium seinen Platz hatte. Daneben war ein Porträtbild des Verstorbenen aufgestellt. Zwei Kerzen wurden auf demselben Tisch entzündet; eine größere und eine kleine in einem Glas.

Erst recht für die Sitznachbarn Peter Egger (Bürgervereinigung) und Alfred Jocher (parteilos) war es ein bedrückendes Gefühl, neben dem leeren Stuhl und dem geschmückten Tisch ihre Plätze einzunehmen. Bürgermeister Michael Asam erinnerte daran, dass Bernhard Huber nach langer Erkrankung erstmals seit neun Monaten wieder an einer Sitzung des Marktgemeinderates teilgenommen habe, das war am Dienstag in der Karwoche. Da habe man ihn nach langer Vakanz „fröhlich begrüßt“, sagte Asam. Umso tragischer sei jetzt der Tod.

Huber gehörte dem Peitinger Marktgemeinderat seit dem Jahr 1990 an. In der Amtszeit von Bürgermeister Michael Asam (seit 1996) war es das Mal, dass ein amtierender Gemeinderat verstarb. Bernhard Huber, der mit 56 Jahren am Mittwoch nach Ostern verstarb und seine Frau mit drei Töchtern hinterlässt, war in Peiting und weit darüber hinaus bekannt. Er gehörte bis 2014 außerdem dem Kreistag von Weilheim-Schongau an. Der Bildhauer war auch gesellschaftlich geschätzt. Er war früher in der Knappschaftskapelle Klarinettist und Vorstand. Besonders gern stand er als Theaterer auf der Bühne – unter anderem in der Gruppe des Trachtenvereins „Alpenrose“. Im Sommer 2013 war er Spielleiter, als auf der Freilichtbühne in Schongau das Stück „Der Medicus vom Orient“ aufgeführt wurde.

Bürgermeister Asam sprach den Dank aus für die Mitarbeit Hubers und würdigte dessen offene menschliche Art. „Er wird uns allen fehlen.“ 

jj

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