Peitinger Pokalflut

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ROLAND HALMEL, Peiting – In den anderen Eishockey-Ligen stehen bereits die Play-Offs vor der Türe. In der Oberliga dauert es aber noch einen Monat, bis es soweit ist. Dafür wurden aber bereits die besten Spieler der Saison geehrt und dabei sahnte der EC Peiting vor dem Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim, das er mit 7:4 gewann, ordentlich ab. Zwei Tage nach der Ehrung lieferten die Peitinger im Spitzenspiel in Hannover eine klasse Vorstellung ab. Letztlich reichte es bei der 0:1-Niederlage nicht zu weiteren Punkten. Stefan Vajs erhielt die Pokale für den besten Oberligaspieler und Torhüter. Lubor Dibelka wurde zum besten Außenstürmer und Leos Sulak zum Trainer des Jahres gewählt. Gegen Nauheim erwischte der Gast den besseren Start. Mit einem abgefälschten Schuss brachte Schwab (2.) die Gäste in Führung. Erst langsam fanden die Hausherren ins Spiel. Mafred Eichberger und Michael Fröhlich ließen bei ihren Alleingängen gute Chancen zum Ausgleich aus, den aber schließlich Markus Keppeler (17.) markierte. Im zweiten Abschnitt bestimmten die Nauheimer über weite Strecken klar das Geschehen. Bei einer besseren Chancenauswertung wäre ihre Führung vermutlich deutlicher ausgefallen. So aber kamen die Hausherren immer wieder heran. Die Tore von Hooks (23.), Lavallee (26.) und Baldys (37.) beantworteten Eichberger (24., 35.) und Keppeler (43.) zu Beginn des Schlussdurchganges mehrmals mit dem Ausgleichstreffer. Bis dahin hatte Sulak seine Reihen bereits umgestellt und das zeigte am Ende auch Wirkung. Nachdem Stefan Vajs einen Penalty von Lavallee abwehrte, schlugen die Hausherren zu. Bei zwei Mann mehr auf dem Eis brachte Lubor Dibelka (53.) sein Team erstmals in Führung. Auf der Gegenseite hatte der ECP bei einem Pfostentreffer von Lavallee Glück. Besser zielte danach Fröhlich (56.), der bei einer schönen Einzelleistung auf 6:4 stellte. Nachdem die Nauheimer ihren Torhüter vom Eis nahmen sorgte Simon Barg (59.) für die Entscheidung. „Das war ein glücklicher Sieg gegen einen starken Gegner“, bilanzierte Sulak hinterher. Vor 3500 Zuschauern in Hannover, darunter 150 Peitinger, lieferte sich der ECP mit den Indians ein Spitzenspiel das diese Bezeichnung auch verdiente. Vor allem die beiden Abwehrreihen prägten dabei das Geschehen, da sie nur wenige Torchancen zuließen. Die Hannoveraner, die laut Sulak „einen Zweit-Liga-Kader haben“, bestimmten zwar über weite Strecken das Geschehen. Bei ihren wenigen Chancen fanden sie aber immer wieder ihren Meister in Stefan Vajs. Auch im zweiten Durchgang hielten die Gäste die Partie offen, obwohl sich nur wenige Gelegenheiten für Barg und Dibelka, die diesmal in getrennten Sturmreihen antraten, ergaben. Die besten Möglichkeiten vergaben die Peitinger kurz vor Ende des Mittelabschnitts, als sie zwei 2:1-Situationen nicht zu nutzen wussten. Zu diesem Zeitpunkt lag der ECP durch ein Abstaubertor von Dewan (34.) mit 0:1 hinten. Im Schlussdurchgang blieb das Tempo in der fairen Partie mit nur drei Strafzeiten hoch. Auch die dritte ECP-Reihe mit den Youngstern Martin Pfohmann, Marco Habermann und Johannes Barnsteiner setzte gegen die Profitruppe Akzente. Vajs hielt sein Team mit guten Paraden weiter im Spiel. Am Ende fehlte den Peitingern bei einigen Möglichkeiten, darunter ein Stangentreffer, aber das nötige Quäntchen Glück, um wenigstens noch das Unentschieden zu erzwingen. „Die Jungs haben trotzdem ein super Spiel abgeliefert“, urteilte Sulak, der mit seinem Team am Freitag, 6. März, um 19.30 Uhr Hannover zum Rückspiel in Peiting erwartet. Am Sonntag, 8. März, geht es nach Leipzig.

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