In die Dreifachturnhalle

Wo Peitings Bürgermeister und neue Gemeinderäte vereidigt werden

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Wenn der Bürgermeister und die neuen Räte ihren Eid leisten, tun sie das an Peitings zweitgrößtem Veranstaltungsort.

Peiting – Zur „Krönung“ geht’s in den Saal, der am meisten Platz bietet: Die erste Sitzung des neuen Gremiums, auf der Bürgermeister Peter Ostenrieder und die neu gewählten Gemeinderäte vereidigt werden, findet in der Dreifachsporthalle statt. Sie ist nach der Eishalle der größte Veranstaltungsort in der Marktgemeinde. Der Termin steht schon fest: Es ist der Dienstag, 12. Mai.

Dass die erste Sitzung mit allen 25 Räten, mit Gesichtern aus der Verwaltung, mit Medienvertretern und mit interessierten Zuhörern dort abgehalten wird, ist dem Umstand geschuldet, dass in Zeiten des Corona­virus der Abstand zu wahren ist. Tische und Stühle können in der Dreifachturnhalle locker so weit auseinander gestellt werden, dass zwischen allen Personen im Saal mindestens eineinhalb Meter sind.

Auf der ersten Sitzung in der Amtsperiode müssen der Bürgermeister und die neuen Räte ihren Eid leisten. Normal ist es so, dass der älteste im Gremium den Eid des Bürgermeisters abnimmt. Diese Aufgabe kommt somit auf Alfred Jocher (Unabhängige) zu.

An ungewohnter Stätte, nämlich in der Schloßberghalle, ging die letzte Sitzung des bisherigen Gemeinderates über die Bühne. Der war nicht in voller Besetzung präsent. Es tagte vielmehr, so wie es vor Ostern beschlossen wurde, ein neunköpfiger Ferienausschuss.

„Mir tut es wahnsinnig leid“, dass man in so kleiner Runde zusammenkomme, bedauerte Bürgermeister Michael Asam (SPD). Die bisherigen Räte könnten so nicht verabschiedet werden. Einen offiziellen Termin dazu wird es erst in einem halben Jahr geben. Vorgesehen ist der Freitag, 20. November. „Es wird noch einen Festabend geben“, blickte zweiter Bürgermeister Franz Seidel voraus.

Franz Seidel (Bürgervereinigung) war seit 24 Jahren zweiter Bürgermeister und über vier Amtsperioden hinweg der Stellvertreter Michael Asams. Er wird – im Gegensatz zum scheidenden Rathauschef – dem Gemeinderat auch in der nächsten Legislaturperiode angehören, kandidiert aber nicht mehr fürs Amt des zweiten Bürgermeisters.

Von einem „guten Miteinander“ sprach Seidel, als er das Verhältnis zwischen Asam und ihm resümierte. Es habe auch Spannungen und Streitgespräche gegeben. Aber Asam sei „kein Partei-Bürgermeister“ gewesen.

Michael Asam würdigte alle Gemeinderäte, die Ende April aus dem Gremium ausscheiden. Am längsten waren Gerhard Heiß (CSU, seit 1972) und Herwig Skalitza (CSU, seit 1978) dabei. Denjenigen, die weitermachen, wünschte er ebenso wie den Neuen im Gremium eine gute Arbeit und ein „gutes Miteinander“.

jj

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